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Dynamos Negativserie geht weiter

Dresden verliert durch das Tor eines Ex-Dynamos gegen den SV Sandhausen und wartet nun seit fünf Spielen auf einen Sieg. Der Liveticker mit den ersten Reaktionen.

Von Daniel Klein & Timotheus Eimert
 12 Min.
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Christoph Daferner liegt nach einer vergebenen Chance am Boden. Dynamo wartet nun seit vier Ligaspielen auf einen Treffer.
Christoph Daferner liegt nach einer vergebenen Chance am Boden. Dynamo wartet nun seit vier Ligaspielen auf einen Treffer. © dpa/Robert Michael

Dresden. Nach zuletzt sieben Niederlagen in acht Spielen wollte Dynamo gegen den SV Sandhausen endlich wieder einmal etwas Zählbares mitnehmen, am besten natürlich drei Punkte. Doch dieses Vorhaben ging nach hinten los. 0:1verliert die Sportgemeinschaft das Heimspiel gegen die Gäste aus Baden-Württemberg. Torschütze war ausgerechnet Ex-Dynamo Pascal Testroet. Die Negativserie der Dresdner geht damit vorerst weiter. Die Mannschaft von Alexander Schmidt hat nun acht der vergangenen neun Spiele verloren. Die Unzufriedenheit im Umfeld dürfte damit vorerst eher größer als kleiner werden. Der Liveticker zum Nachlesen:

Abpfiff: Die Statistiken sprechen wieder einmal für Dynamo. Die Dresdner haben mehr Torschüsse abgegeben, sind mehr Kilometer gelaufen, hatten mehr Eckbälle, mehr Ballbesitz und eine höhere Zweikampfquote. Doch der entscheidende Wert spricht gegen sie. Sandhausen hat ein Tor gemacht, Dynamo keins. So wartet Dynamo nun seit fünf Spielen auf einen Sieg und hat zudem nun acht der vergangenen neun Partien verloren. Seit vier Ligaspielen gelang den Schwarz-Gelben kein Treffer.

Kevin Broll konnte kurz vor dem Ende noch das 0:2 verhindern. Seine Mannschaft verliert das Spiel aber dennoch und dementsprechend enttäuscht ist der Keeper nach dem Schlusspfiff.
Kevin Broll konnte kurz vor dem Ende noch das 0:2 verhindern. Seine Mannschaft verliert das Spiel aber dennoch und dementsprechend enttäuscht ist der Keeper nach dem Schlusspfiff. © dpa/Robert Michael

Die ersten Stimmen nach dem Spiel:

Alexander Schmidt (SG Dynamo Dresden):

„Diese Niederlage ist sehr bitter für uns. Die Mannschaft ist wie ich sehr enttäuscht. Wir haben alles dran gesetzt, die Niederlage zu verhindern. Es war nach dem Rückstand aber schwierig gegen den kompaktstehenden und kopfballstarken Gegner. Kombinieren war auch schwierig, teilweise haben wir das noch ordentlich gemacht. Aber der letzte Pass oder Schuss hat uns gefehlt. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Mannschaft unruhig. Es wurde immer schwieriger. Die wenigen Chancen, die wir hatten, wenn man die nicht macht, dann kommt dieses bittere Ergebnis zustande. Ich glaube nicht, dass wir die Niederlage verdient haben.“

Yannick Stark (SG Dynamo Dresden):

„Es ist wie die letzten Wochen. Wir bekommen ein zu einfaches Gegentor und haben vorne die Chancen nicht gemacht. Dennoch war es kein schlechtes Spiel von uns. Es insgesamt eine unglückliche Niederlage. Wir sind sehr gut in die Saison gestartet, haben verdient Punkte geholt. Jetzt haben wir gegen viele Mannschaften gespielt, die gut besetzt sind und bis zum Ende oben mitspielen wollen. Als Aufsteiger haben wir in diesen Duellen immer gut mitgehalten, aber in den letzten Wochen waren wir nicht konsequent genug. Wir machen gerade ein Tief durch, was lange anhält. Da müssen wir raus, ich mache mir aber keine Sorgen um die Zukunft.“​

Sebastian Mai (SG Dynamo Dresden):

„Diese Niederlage ist unfassbar ärgerlich. Es ist sehr enttäuschend und eine katastrophale Woche. Wir bekommen zu wenig Hochkaräter. Die ersten Spiele der Saison hatten wir fünf bis sechs pro Spiel. Das haben wir jetzt nicht mehr. Der Schuss von Luca war gut. Aber es war eben Zufall, dass der Ball dorthin springt und er ihn gut erwischt. Wir haben derzeit einfach nicht die hundertprozentigen Chancen.“

Alois Schwarz (SV Sandhausen):

„Wir haben die Bälle zu schnell verloren, waren zu hektisch. Passspiel war nicht gut und die Entscheidungen falsch. Räume und Lücken für das entscheidende Tor waren da. Dann wäre es ruhiger gewesen. Aber wir haben dennoch das 1:0 über die Zeit gebracht. Wichtig ist, dass wir die Konstanz reinkriegen. Die letzten drei Spiele haben wir gut gepunktet. Das ist eine Entwicklung, die nach vorne geht. Alles Weitere muss man sich hart erarbeiten. Die Mannschaft hatte einen großen Umbruch. Ich bin der zweite Trainer. Wir sind auf einem guten Weg.“

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90. Minute + 5: Sandhausen hat nach einem Konter die große Chance, das 2:0 zu erzielen. Doch Cebio Soukou scheitert zweimal an Kevin Broll. Danach ist Schluss. Sandhausen gewinnt 1:0 in Dresden.

90. Minute + 4: Die Dresdner schnüren den Gast in der eigenen Hälfte ein, aber so richtig gefährlich wird es nicht. Viel Zeit bleibt der Schmidt-Elf nicht mehr.

90. Minute: Dynamo bleibt am Drücker. Michael Akoto probiert es aus der Distanz. Aus 17 Metern zieht er zentral vor dem Tor ab. Patrick Drewes kann den unplatzierten Ball aber sicher fangen.

86. Minute: Christoph Daferner hat die Riesenchance zum Ausgleich. Er läuft mit Ball alleine auf Patrick Drewes zu und zieht mit Vollspann ab. Sandhausens Schlussmann bleibt aber einfach stehen und kann den Ball ohne Probleme halten. Daraus hätte Dynamos Top-Torjäger mehr machen müssen.

83. Minute: Alexander Schmidt stellt seine Mannschaft noch etwas offensiver auf. Er nimmt Michael Sollbauer vom Feld und bringt mit Robin Becker einen etwas offensiveren Spieler.

81. Minute: Sandhausen taucht nach langer Zeit mal wieder vor dem Dresdner Tor auf und ist sofort gefährlich. Aleksandr Zhirov zieht aus der zweiten Reihe ab. Sein Schuss geht nur knapp neben das Tor von Kevin Broll.

75. Minute: 15 Minuten hat Dynamo noch Zeit hier ein Tor zu erzielen. Doch noch sind die Dresdner nicht zwingend genug. Sandhausen kann die zaghaften Angriffe der Schwarz-Gelben bisher ohne Probleme verteidigen.

69. Minute: Nun wird Sandhausens Torschütze Pascal Tesroet ausgewechselt. Da sich der Ex-Dynamo auffällig viel Zeit bei seiner Auswechslung lässt, gibt es vereinzelte Pfiffe von den Rängen. Charlison Benschop ersetzt den Dresdner Aufstiegshelden von 2016.

68. Minute: Luca Herrmann verlässt das Spielfeld. Philipp Hosiner soll nun den schwarz-gelben Angriff beleben und wieder für mehr Gefahr vor Sandhausens Tor sorgen.

67. Minute: Sandhausen verwaltet das 1:0, Dynamo fällt im Angriff derzeit gar nichts ein. Torchancen haben die Dresdner in der zweiten Hälfte noch keine. Deswegen macht sich langsam Philipp Hosiner bereit.

11.144 Zuschauer sind heute im Stadion. 16.000 hätten theoretisch dabei sein können.
11.144 Zuschauer sind heute im Stadion. 16.000 hätten theoretisch dabei sein können. © dpa/Robert Michael

63. Minute: Stadionsprecher Peter Hauskeller gibt die offizielle Zuschauerzahl bekannt: 11.144 Zuschauer sind heute in Dresden dabei, darunter handgezählte 37 aus Sandhausen. 16.000 Fans hätte Dynamo theoretisch hereinlassen können.

61. Minute: Dynamo hat bisher mehr Ballbesitz, mehr Zweikämpfe gewonnen, mehr Eckbälle herausgeholt, mehr Torschüsse abgegeben, aber mehr Tore geschossen, und das ist die entscheidende Statistik, hat Sandhausen.

55. Minute: Alexander Schmidt reagiert auf den Rückstand und bringt zwei Neue ins Spiel. Jong-min Seo und Ransford-Yeboah Königsdörffer kommen für Julius Kade und Chris Löwe ins Spiel. Warum ausgerechnet Löwe ausgewechselt wird, über den in der ersten Halbzeit fast jeder Angriff ging, muss der Trainer nach dem Spiel sicherlich erklären.

53. Minute: Nach einem Zweikampf mit Michael Akoto sieht Pascal Testroet nun die Gelbe Karte. Er hat den Dresdner Verteidiger mit der Hand im Gesicht getroffen.

Pascal Testroet wird nach seinem Tor zum 0:1 von seinen Mitspielern bejubelt.
Pascal Testroet wird nach seinem Tor zum 0:1 von seinen Mitspielern bejubelt. © dpa/Robert Michael

50. Minute: Und plötzlich führt Sandhausen 1:0 in Dresden. Torschütze? Ex-Dynamo Pascal Testroet! Wer sonst? Vor dem Spiel hatte er gesagt, dass er weiß, wo in Dresden das Tor steht. Nach dem Eckball von der linken Seite gelangt der Ball über Umwege zu Testroet, der per Volley-Seitfallzieher aus zehn Metern abschließt, Broll ist im Dresdner Kasten ohne Chance.

Luca Herrmann kommt gegen Pascal Testroet zu spät. Der Ex-Dynamo kommt so frei zum Schuss und erzielt für Sandhausen das 1:0.
Luca Herrmann kommt gegen Pascal Testroet zu spät. Der Ex-Dynamo kommt so frei zum Schuss und erzielt für Sandhausen das 1:0. © dpa/Robert Michael

49. Minute: Sandhausen kommt etwas besser aus der Pause und hat durch Marcel Ritzmaier eine gute Schussgelegenheit. Aber Sollbauer kann den Schuss noch blocken und klärt zum Eckball.