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Ermittlungen gegen Lok-Leipzig-Fans

Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Nazi-Gegröle: Im Erzgebirge haben Anhänger des 1. FC Lokomotive Leipzig ihrem Klub keinen Gefallen getan. Jetzt ermittelt die Polizei.

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Die Polizei ermittelt gegen 30 Ultras des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig.
Die Polizei ermittelt gegen 30 Ultras des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig. © Symbolfoto: Hendrik Schmidt

Oberwiesenthal/Chemnitz/Leipzig. Die Polizei ermittelt gegen 30 Ultras des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Anhänger sollen am Samstag im Erzgebirge unter anderem Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet und Landfriedensbruch begangen haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Auch werde wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt.

Zeugen hätten in Oberwiesenthal im Erzgebirgskreis zunächst die Polizei verständigt, als die Gruppe dort rund um den Markt Aufkleber an Verkehrsschilder, Hauswände, Briefkästen und Laternen anbrachte, hieß es. Als die Beamten eintrafen, sollen die Fans sie sowie unbeteiligte Passanten mit Schneebällen beworfen und beleidigt haben.

Zudem habe ein Anhänger der Gruppe ein bengalisches Feuer gezündet. Die Fans waren den Angaben zufolge auf einem Ausflug und nicht zu einem Spiel unterwegs.

Anschließend stiegen die Fußballfans nach Angaben der Polizei in einen Reisebus, um zunächst in Richtung Chemnitz und dann nach Leipzig zu fahren. Die Beamten begleiteten den Bus auf seiner Fahrt über die Bundesstraße 95.

An einem Einkaufszentrum in Chemnitz zogen Polizisten den Reisebus aus dem Verkehr, um die Identität der Insassen festzustellen. Der Busfahrer habe angegeben, die Reisenden hätten während der Fahrt unter anderem "Sieg Heil" gerufen und volksverhetzende Musik gehört. (dpa)