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Dresdens Handballer gewinnen in letzter Sekunde

Der HC Elbflorenz siegt beim Tabellennachbarn und verschafft sich Luft im Zweitliga-Keller. Und es gibt einen weiteren positiven Aspekt.

Von Alexander Hiller
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Kapitän Mario Huhnstock zeigte gegen Rimpar eine starke Leistung. Er parierte 36 Prozent aller Würfe.
Kapitän Mario Huhnstock zeigte gegen Rimpar eine starke Leistung. Er parierte 36 Prozent aller Würfe. © Lutz Hentschel

Dresden. Handball-Zweitligist HC Elbflorenz konnte den Aufwärtstrend nach dem Auswärtssieg in Bietigheim fortsetzen. Die Dresdner setzten sich am Mittwochabend beim DJK Rimpar Wölfe mit 25:24 (12:13) durch. Für die Sachsen war es das vierte Auswärtsspiel nacheinander.

Vor 257 Zuschauern in der S.Oliver-Arena von Würzburg fanden die Gäste ohne den verletzten Arseniy Buschmann im Angriff nur selten kreative Lösungen. Spielmacher Sebastian Greß sah sich immer wieder einer empfindlichen Bewachung ausgesetzt. Erst in der 55. Minute gelang dem treffsicheren gebürtigen Würzburger sein erstes Tor. Erfolgreichster HC-Werfer war Mindaugas Dumcius mit sechs Treffern. Andererseits zeigte sich auch die Dresdner Abwehr um Philip Jungemann und Nils Kretschmer sattelfest. Letzterer entschied die Partie in letzter Sekunde. Nach einem Foul und anschließender Spielverzögerung kassierte Philipp Meyer die Rote Karte - regelgerecht bekamen die Gäste einen Strafwurf zugesprochen. Kretschmer blieb cool und überlistete Rimpars Schlussmann mit seinem insgesamt fünften Tor.

Mit dem Sieg gegen Rimpar verschafft sich die Mannschaft von Trainer Rico Göde mit nunmehr 11:13 Punkten im Tabellenkeller etwas Luft und klettert auf Platz zwölf.

Zu allem Unglück verletzte sich 90 Sekunden vor Schluss aber der holländische Nationalspieler Ivar Stavast. Wie schwer er angeschlagen ist, ist noch nicht bekannt. Doch das Duell vom Mittwochabend bot aus Dresdner Sicht noch einen weiteren Aspekt. Mit Michael Schulz - vor der Saison aus Rimpar an die Elbe gewechselt - kehrte der letzte Profi der ehemaligen vier Corona-Patienten im Team der Dresdner zurück.

Ende Oktober war die Mannschaft nach insgesamt sieben positiven Corona-Tests in Quarantäne gegangen. Kreisläufer Schulz benötigte die meiste Zeit zur Rückkehr, bis vergangene Woche konnte der 25-Jährige nur eingeschränkt trainieren. Ausgerechnet bei seinem Ex-Verein konnte Schulz nun für ein paar Minuten auf das Spielfeld zurückkehren.