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Döbeln

Steinaer feiern mit Sketchen und Feuerwerk

Das Dorffest in Steina hat Tradition. In diesem Jahr ist es schon das elfte. Den Gästen wird einiges geboten.

Gerald Bauer hat beim Dorffest sein Steinalied – eine Mischung aus Musik von Ramstein und der britischen Hardrock-Band Uriah Heep – präsentiert. Dazu gab es sogar eine lustige Tanzperformance. © -Dietmar Thomas

Von Helene Krause

Hartha/Steina. Mit Kaffeetrinken. Kinderschminken, einem Tanzprogramm der Steinaer Kinder und anderen Aktivitäten am Nachmittag sowie einem bunten Programm für die Erwachsenen am Abend wird in Steina das Dorffest gefeiert.

In der abendlichen Aufführung werden in einer Playbackshow verschieden Sketche gezeigt. Ein als Frau verkleideter Mann stakst in hochhackigen Overkniestiefeln aus Lackleder über die Straße. Später sitzt die „Frau“ mit den Lackstiefeln auf einer Bank. Sie hat sich das Schuhwerk gerade erst gekauft und festgestellt, dass sie in den hochhackigen Stiefeln nicht laufen kann. Ein anderer Mann mimt den Schlagersänger Roland Kaiser und es erklingt dessen Hit „Warum hast du nicht nein gesagt?“

In einem anderen Stück seilt sich ein Gleitschirmflieger zu dem Lied von Daliah Lavi „Oh wann kommst du?“ vom Dach des Gemeindehauses ab. Ein weiterer Sketch, der im Abendprogramm zur Aufführung kommt, heißt die „Müllerbank“. 

Die Bank gibt es wirklich, und dass schon seit vielen Jahren. Sie steht auf der Zufahrt von der B 175 nach Steina. Immer wieder rasten Radfahrer oder Wanderer dort. Die inzwischen verstorbenen Eheleute Kurt und Erna Müller aus Steina hatten die Bank vor Jahren aufgestellt. Sie saßen sehr häufig dort und genossen die Landschaft. 

In dem Sketch werden die Müllers wieder lebendig. Sie sitzen auf ihrer Bank und unterhalten sich über aktuelle Dinge, wie die Hitze, die Kaninchen im Stall und anderes mehr. Dazu gibt es die jeweils passende Musik. Zwischen den Programmteilen wird getanzt. Mit dabei sind die „Tanzperlen des Zschopautales“. „Wir hoffen, dass in dem Programm für jeden Geschmack etwas dabei ist“, sagt Ortsvorsteherin und Mitorganisatorin des Festes Carin Lau.

In diesem Jahr wird schon das elfte Fest veranstaltet. Ursprünglich feierten die Einwohner von Saalbach und Steina gemeinsam am Saalbacher Wildgehege ein Wildgatterfest. Weil dort die Bedingungen ungünstig waren, es unter anderem Probleme mit den Toiletten gab, blieben die Gäste weg. 

Die Einwohner überlegten, etwas anderes auf die Beine zu stellen. Sie kamen darauf, ein Dorffest mitten in Steina zu organisieren. Dort war das Gemeindehaus und es gab Toiletten. Das traditionelle Wildgulasch, das es immer am Wildgatter gab, wurde übernommen. Mit ihm wird das Dorffest alljährlich eröffnet.

An den Festvorbereitungen beteiligen sich nicht nur das Festkomitee, sondern auch die Einwohner. Sie backen Kuchen und geben Geld- und Sachspenden. Der Höhepunkt des Festes ist jedoch am Abend das Feuerwerk.

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