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Deutschland & Welt

Das wären die Folgen eines Atomangriffs

Was passieren könnte, wenn Deutschland mit atomaren Waffen attackiert werden würde, hat Greenpeace jetzt in einer Studie untersucht.

Dieses Foto zeigt den Atompilz, der vom Boden aus beim Atombombenabwurf auf Nagasaki am 9. August 1945 fotografiert wurde.
Dieses Foto zeigt den Atompilz, der vom Boden aus beim Atombombenabwurf auf Nagasaki am 9. August 1945 fotografiert wurde. © epa/Nagasaki Atomic Bomb Museum

Hamburg. Bei einem Atomangriff auf deutsche Großstädte würden nach Ergebnissen einer Greenpeace-Studie Hunderttausende Menschen sofort ums Leben kommen, Zehntausende müssten demnach mit längerfristigen Folgen wie einer Krebserkrankung rechnen. 

Die Physikerin Oda Becker verwendete für die am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung im Auftrag der Umweltorganisation eine Software-Simulation namens Nukemap, die die Folgen eines Atombombenabwurfs für einen bestimmten Ort berechnen soll. Die Studie sei als Beitrag gedacht für "die notwendige Diskussion über eine atomwaffenfreie Welt", erklärte Greenpeace.

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Die Studie untersucht drei Szenarien. Bei einem Angriff auf das politische Zentrum in Berlin mit einer eher kleinen Atombombe, die eine Explosionsenergie von 20 Kilotonnen hat (entsprechend der Explosionskraft von 20.000 Tonnen TNT), wäre nach Ergebnissen der Software-Simulation mit rund 145.000 unmittelbar Getöteten zu rechnen. Davon entfielen den Angaben zufolge 25.000 auf die Auswirkungen der Druck- und Hitzewelle sowie 120.000 auf die Fallout-Strahlung in einem größeren Umkreis. "Dazu kommen noch mehr als 50.000 spätere Todesfälle durch eine Krebserkrankung", heißt es in dem Bericht.

Für Frankfurt wurde das Szenario eines Angriffs auf das Finanzzentrum mit einer schweren Atombombe von 550 Kilotonnen berechnet. Hier ermittelte das Programm aufgrund der Daten für die durchschnittliche Umgebungsbevölkerung insgesamt rund 500.000 Todesfälle, darunter 206 080 aufgrund der Druck- und Hitzewelle und der Sofortstrahlung. Das für die Simulation verwendete Modell könne allerdings nicht alle Umstände berücksichtigen, erklärte die Autorin. "Die Zahlen könnten also zu hoch sein. Sie könnten auch zu niedrig sein."

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Drittes Szenario ist eine Explosion auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel, wo nach offiziell nicht bestätigten Informationen US-Atomwaffen mit einer Sprengkraft von jeweils 170 Kilotonnen lagern sollen. Für diesen hypothetischen Fall kam die Software auf insgesamt 130.000 unmittelbare Todesfälle, davon 107.000 durch die Fallout-Strahlung.  (dpa)

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