merken
PLUS Dresden

Wolf irrt in Dresden herum

Ein Welpe hatte sich verlaufen. Besorgte Anwohner alarmierten die Behörden.

Der verirrte Babywolf blieb in einem Zaun stecken.
Der verirrte Babywolf blieb in einem Zaun stecken. ©  privat

Dresden. Ein kleiner Wolfswelpe hat sich am Donnerstagvormittag in Dresden-Langebrück verirrt. Die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie war von Anwohnern informiert worden.

Als der Wolfswelpe einen Menschen bemerkte, versuchte er, in ein Grundstück zu flüchten, blieb allerdings im Zaun stecken. Daraufhin wurde die Polizei informiert. Ein dazu gerufener Jäger kontaktierte den örtlichen Tierarzt, der den Welpen schließlich aus dem Zaun befreien konnte.

njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Ob der Welpe im Anschluss zurück in die rund 200 Meter entfernte Dresdner Heide fand, ist unklar. Jedoch gingen am Donnerstag in der Fachstelle weitere Sichtungsmeldungen ein. Deshalb guckte am späten Vormittag ein Mitarbeiter, ob sich der Welpe noch im Ort befindet. Dabei war das Tier aber nicht mehr zu finden. Die Experten der Fachstelle vermuten, dass der Welpe wieder in der Heide ist.

Generell kommen Wölfe bei ihren Streifzügen auch immer wieder an Ortschaften vorbei oder durchqueren diese, heißt es vom Landesamt. Selten komme es vor, dass sich ein Wolf in einen Ort verläuft. Wölfe seien sehr vorsichtige Tiere. Sie würden Menschen mit ihren gut ausgebildeten Sinnen meist frühzeitig wahrnehmen und wichen meist aus, bevor sie überhaupt bemerkt werden.

Wer dennoch einem Wolf begegnet, sollte sich ruhig verhalten und das Tier nicht in die Enge treiben. Grundstücksbesitzer, auf deren Grundstück sich ein Wolf befindet, sollten dem Tier eine Fluchtmöglichkeit anbieten und es nicht bedrängen. "In der Regel dreht sich der Wolf um und zieht von dannen", so das Landesamt.

Wolfshinweise können online auf www.wolf.sachsen.de oder telefonisch unter 035242/6318201 an die Fachstelle Wolf gemeldet werden.

Der Wolf ist schon seit ein paar Jahren zurück in Dresden. Und damit kommt es auch immer wieder zu Rissen von Schafen und Ziegen.

Weiterführende Artikel

Wie der Wolfsangriff in Langebrück ablief

Wie der Wolfsangriff in Langebrück ablief

Mitten im Ort Langebrück sind ein Einwohner und ein Wolfs-Welpe aneinandergeraten. Fachleute haben den Vorfall rekonstruiert.

Wolf reißt 40 Schafe im Glaubitzer Solarpark

Wolf reißt 40 Schafe im Glaubitzer Solarpark

Es ist der mit Abstand größte Verlust in diesem Jahr in Sachsen. Möglicherweise war es ein ganzes Rudel Wölfe.

"Unserer Fachstelle Wolf wurden zwei Schadensfälle an Nutztieren gemeldet: am 13. Januar und am 3. Juni", sagt Falk Hofer, Sprecher im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Am 13. Januar wurden zwei Schafe getötet und ein weiteres verletzt. Allerdings war der Wolf hier unschuldig: "Unsere Rissbegutachter haben den Wolf als Verursacher ausgeschlossen. Hinweise deuteten auf einen Hund als Verursacher hin", sagt Hofer.


Mehr zum Thema Dresden