Sachsen
Merken

Bundespolizei startet vorübergehende Grenzkontrollen

Seit Montag werden an deutschen Grenzübergängen vorübergehend wieder Reisedokumente geprüft. Auch die Grenzen zu Polen und Tschechien sind betroffen.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Aufgrund des G7-Gipfels in Bayern werden ab heute wieder Reisedokumente an den Grenzübergängen zu Deutschland kontrolliert. Auch die Grenze zu Polen und Tschechien ist betroffen.
Aufgrund des G7-Gipfels in Bayern werden ab heute wieder Reisedokumente an den Grenzübergängen zu Deutschland kontrolliert. Auch die Grenze zu Polen und Tschechien ist betroffen. © Archiv/Egbert Kamprath (Symbolfoto)

München/Dresden. Knapp zwei Wochen vor dem G7-Gipfel auf dem bayerischen Schloss Elmau haben an allen deutschen Grenzen zu den Nachbarländern vorübergehende Kontrollen begonnen. Grund sind laut Bundesinnenministerium erhöhte Sicherheitsanforderungen rund um den Gipfel. Die Beamten versuchten, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montag.

Betroffen davon sind auch Übergänge zwischen Sachsen und Polen sowie Tschechien. Seit Montag haben dort Beamte der Bundespolizei die vorübergehenden Grenzkontrollen wieder aufgenommen.

ECHT.SCHÖN.HIER
Sachsen entdecken und erleben
Sachsen entdecken und erleben

Lernen Sie unbekannte Orte der Region kennen - wir geben Ihnen Insidertipps um die Heimat neu zu erkunden und lieben zu lernen.

Die Grenzkontrollen würden bis zum 3. Juli abhängig von der jeweiligen Lage zeitlich und örtlich flexibel durchgeführt. Kontrolliert werde nicht nur an den Straßen, sondern auch in Zügen und an Wanderwegen. "Wir bitten die Reisenden, für eine zügige Abwicklung ihre Dokumente griffbereit zu haben."

Die Maßnahmen sollten zur Sicherheit der Bevölkerung, aber auch zum friedlichen Ablauf der geplanten Demonstrationen beitragen. Die Anreise möglicher Gewalttäter aus dem Ausland solle verhindert werden, sagte der Sprecher.

G7-Gipfel: Weltpolitische Lage verändert Sicherheitsrisiko

Auf Schloss Elmau treffen sich vom 26. bis zum 28. Juni die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten. Im Umfeld werden mehrere Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern erwartet. Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Kanada und Japan.

An der deutsch-österreichischen Grenze wird bereits seit Herbst 2015 kontrolliert. Als Reaktion auf die Ankunft zahlreicher Flüchtlinge wurde damals die vorübergehende Aussetzung des Schengener-Abkommens und die Wiedereinführung von Kontrollen an den südlichen Landesgrenzen beschlossen. Diese Regelung wurde seitdem immer wieder verlängert oder neu angeordnet.

Weiterführende Artikel

„Scheiß G7, danke für nix“ - wenn die Weltlage im Bergidyll verhandelt wird

„Scheiß G7, danke für nix“ - wenn die Weltlage im Bergidyll verhandelt wird

Der G7-Gipfel wird noch besser geschützt als 2015. Die Menschen in Garmisch-Partenkirchen müssen sich einschränken und sind zornig, dass es wieder sie trifft.

Bereits beim G7-Gipfel 2015 hätten sich die deutschlandweiten Grenzkontrollen bewährt, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dazu am Samstag. Die weltpolitische Lage habe sich im Vergleich zu damals verschärft. "Wir müssen alles tun, um von vornherein Krawallmacher und Chaoten aus dem Verkehr zu ziehen." (dpa mit SZ)

Mehr zum Thema Sachsen