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Sachsen hilft tschechischen Flutopfern

Dank Spenden konnten schon erste Hilfen ausgezahlt werden, auch in Dolní Poustevna.

Nach der Flut: Jitka Stepánková aus Horní Poustevna und ihre Familie hat es schlimm erwischt. Die meisten Möbel wurden fortgespült. Der Rest steht im Garten.
Nach der Flut: Jitka Stepánková aus Horní Poustevna und ihre Familie hat es schlimm erwischt. Die meisten Möbel wurden fortgespült. Der Rest steht im Garten. © Steffen Neumann

Fast 1,4 Millionen Kronen (rund 56.000 Euro) sind bereits auf dem Spendenkonto der Stadt (Niedereinsiedel) eingegangen.

„Darunter sind auch viele Spenden aus Deutschland, die auf den Beitrag bei Sächsische.de reagiert haben“, sagt Bürgermeister Robert Holec. „Dank dieser schnellen Hilfe konnten wir bereits eine Million Kronen an alle Bedürftigen auszahlen“, sagt Holec. Die Sammlung war erst vor anderthalb Wochen gestartet worden. Der größte Einzelbetrag kam offenbar vom Premierminister Andrej Babiš. Eine Person dieses Namens spendete gleich 700.000 Kronen. Babiš besuchte am Dienstag die Überschwemmungsgebiete und sicherte Hilfe der Regierung zu.

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Bislang hatte es keine Zusagen gegeben. Bürgermeister Holec sagte, dass die Stadt die Spendensammlung bis Ende September fortsetzt und alle Gelder bis auf die letzte Krone an Bedürftige auszahlt. Dolní Poustevna und das benachbarte Lobendava wurden am 17. Juli von einer Sturzflut überrascht, viele Häuser wurden überschwemmt. Weitere schwere Schäden richtete das Hochwasser in Hřensko (Herrnskretschen) und Dolní Žleb (Niedergrund) an.

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Langsam kehrt aber auch Normalität ein. Während der Bahnverkehr im Elbtal immer noch beeinträchtigt ist, verkehrt die Elbefähre in Dolní Žleb wieder regelmäßig. In Hřensko sind alle touristischen Ziele geöffnet. Auch die Busse fahren wieder nach Mezní Louka (Rainwiese) und Janov (Jonsdorf). Dafür ist allerdings der Elberadweg bei Dolní Žleb gesperrt.

Spendenkonto der Stadt Dolní Poustevna:
Empfänger: Mesto Dolní Poustevna,
IBAN: CZ35 0100 0001 2331 2610 0297; BIC: KOMBCZPP

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