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Tschechien: Lösungen für Berggießhübels Grenzproblem

Es kommt Bewegung in den Verkehr Richtung Tschechien. Eine Forderung der Bürgerinitiative aber ist nicht realisierbar.

Auto an Auto: So ist es täglich auf der Straße durch Berggießhübel in Richtung Grenze.
Auto an Auto: So ist es täglich auf der Straße durch Berggießhübel in Richtung Grenze. © Karl-Ludwig Oberthür

Nach über zwei Jahren mehr oder weniger erfolglosem Bemühen kommt die Berggießhübler Bürgerinitiative ihren Zielen nun doch ein Stück näher. Sie ist angetreten, die Probleme, die der Verkehr in Richtung Grenze Tschechien mit sich bringt, zu lösen. Für zwei ihrer drei Hauptforderungen gibt es nun Zusagen des Landkreises in Absprache mit dem Bürgermeister der Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel.

Fester Blitzer am Ladenberg: Kommt 2022

Ein fester Blitzer für den Ladenberg war schon 2019 vom Landratsamt versprochen worden. Als im vergangenen Dezember plötzlich ein mobiler Blitzer am Ladenberg stand, wussten die Berggießhübler nicht so richtig, wie sie das verstehen sollten. Und ehe sie es verstanden, war er auch schon wieder weg - und stand in Heidenau. Das Landratsamt versichert nun, Berggießhübel bekommt seinen festen Blitzer - nächstes Jahr. Bisher habe es am Geld gescheitert. Doch für 2022 seien die Kosten fest eingeplant, heißt es.

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Fußgängerampel Prinzessinsäule: Kommt auch

Nicht machbar, nicht möglich, nicht sinnvoll - so wurde eine Querungshilfe bisher abgelehnt. Nun aber soll die Ampel im Zusammenhang mit dem Neubau des Horts kommen. Die Bürgerinitiative regt an, dass die Ampel nicht nur nach Anforderung durch Fußgänger gesteuert wird, sondern auch auf überhöhte Geschwindigkeiten in beide Richtungen reagiert, also dann automatisch auf Rot schaltet.

Tempo 30: Kommt nicht

Mit 30 km/h am besten durch den ganzen Kurort, das ist die dritte Forderung. Von der muss sich die Bürgerinitiative jetzt aber verabschieden. Diese Geschwindigkeitsreduzierung ist nicht umsetzbar, da der Verkehrsfluss auf der Staatsstraße gewährleistet bleiben muss und keine Unfallschwerpunkte erkennbar sind, die das Langsamfahrgebot rechtfertigen würden.

Die weiteren Forderungen sind Hinweisschilder zur Mautfreiheit auf tschechischer Seite, der Bau des Kreisverkehrs an der Gottleuba-Brücke sowie weitere Fuß- und Radwege. Der Kreisverkehr ist Sache des Landesamtes, Fußwege sind städtisch und Radwege je nachdem, wem die Straße gehört. So schnell wird weder beim Kreisverkehr noch den Wegen etwas passiert.

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Die Schilder für die Mautfreiheit sollen vermitteln, dass man getrost auf der A17/D8 bis nach Ústí nad Labem fahren kann, ohne bezahlen zu müssen. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass die kleineren, fälschlicherweise als Mautsparstrecke genutzten Straßen entlastet werden. Die Schilder könnten nun schneller kommen, als dass die Idee von Bürgermeister Thomas Peters (CDU) von mehr mautfreien Strecken beim Nachbarn umgesetzt wird, denn das ist Bundes- bzw. länderübergreifende Angelegenheit. Aus Richtung Deutschland kann die Autobahn ganz genau bis zur Anschlussstelle Řehlovice (nahe Teplice, Exit 64) ohne Vignette befahren werden kann. In umgekehrter Richtung ist nur von Anschlussstelle Řehlovice bis Abfahrt Libouchec/Děčín (Exit 80) frei.

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