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Umsteigen in Pillnitz

Der neue Fahrplan der Dresdner Verkehrsbetriebe ärgert Graupaer und Bonnewitzer. Sie bekommen einen Rat.

Von Mareike Huisinga
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Wer von Dresden nach Graupa fährt, muss nun in Pillnitz umsteigen.
Wer von Dresden nach Graupa fährt, muss nun in Pillnitz umsteigen. © Foto: D. Schäfer

Die Fahrplanumstellung der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) zum 9. Dezember stößt bei den Graupaern auf wenig Gegenliebe. Katrin Fröde zum Beispiel fährt täglich mit dem Bus zur Arbeit nach Dresden. „Jetzt muss man in Pillnitz am Schloss von der 83 auf die 63 umsteigen, um nach Dresden zu gelangen“, erklärt sie. Vorher konnte sie bequem mit der 63 durchfahren.

Früh morgens würde es mit dem Anschluss meistens noch klappen. Schwieriger werde es jedoch auf dem Heimweg in den Nachmittagsstunden. „Im Extremfall warte ich in Pillnitz bis zu 30 Minuten auf den Anschlussbus“, sagt sie. Mit ihrer Kritik hat sie sich bereits an die DVB gewandt. „Aber dort war man wenig kundenfreundlich“, berichtet Katrin Fröde.

Die DVB kennen den Unmut der Graupaer, die gerne die durchgängige Linie 63 bis Graupa bzw. Bonnewitz behalten hätten. „Das vorrangige Ziel war jedoch, die gesamte Ortschaft von Pillnitz besser zu erschließen“, erklärt DVB-Pressesprecherin Anja Ehrhardt. Sie gibt zu, dass es für die Fahrgäste aus Bonnewitz beziehungsweise Graupa jetzt durch das Umsteigen in Pillnitz umständlicher geworden ist.

Auch wirtschaftliche Gründe seien dafür verantwortlich. Die Linie 63 sei bis Pillnitz stark nachgefragt, weiter nach Graupa weniger. Deshalb würden die DVB mit den großen Gelenkbussen nun nur noch bis Pillnitz fahren. Ab dort übernehmen kleinere Busse mit der Liniennummer 83. Um möglichst kurze Wartezeiten zu haben, empfiehlt die DVB-Sprecherin, bereits an der Haltestelle Leonardo-Da-Vinci-Straße in Pillnitz den Bus zu wechseln. „Hier fahren die Busse 63 und 83 vom selben Bahnsteig, und die Fahrpläne der Linien sind aufeinander abgestimmt“, erläutert Ehrhardt.