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Umstrittenes „Monument“ kommt zurück nach Dresden

Das Mahnmal verschwindet vom Neumarkt. Nun wollen es auch andere Städte wie Berlin haben. Aber hier soll es eingelagert werden.

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© dpa

Dresden. Am Dienstagmorgen hatte der Abbau des Monuments auf dem Neumarkt begonnen. Christiane Mennicke-Schwarz, die Chefin des Kunsthauses Dresden, das hinter der Aktion auf dem Neumarkt steht, wollte sich das nicht entgehen lassen.

Fast zwei Monate lang standen die drei Zweiachser ohne Motor, Getriebe und Sitze hochkant auf dem Neumarkt. Nun sollen sie nach Berlin gebracht werden. Dort will sie Shermin Langhoff gemeinsam mit ihren Mitsteitern beim Herbstsalon vor dem Maxim-Gorki-Theater aufstellen lassen.

Damit verschwindet ein Mahnmal aus der Landeshauptstadt, das vor allem in den ersten Tagen für heftige Diskussionen und viel Aufregung gesorgt hat. Mennicke-Schwarz wertet diese Auseinandersetzung rückblickend als Erfolg. Aber auch sie hat unter anderem bei der Eröffnung des Monuments Anfang Februar Anfeindungen und Beleidigungen ertragen müssen. Ebenso wie Manaf Halbouni, der Deutsch-Syrer, der das Kunstwerk erschaffen hat.

Es kommt auf jeden Fall wieder nach Dresden zurück, verspricht die Kunsthaus-Chefin. Hier soll es eingelagert werden, sofern es nicht gerade irgendwo ausgestellt wird. Neben der Bundeshauptstadt hätten auch potenzielle Aussteller aus Polen und Belgien angefragt, sagt Mennicke-Schwarz. Und sie will auch nicht ausschließen, dass es irgendwann auch wieder in Dresden zu sehen sein könnte. Es sollte jedenfalls historischen Gebäuden gegenübergestellt werden, haben die Kunsthaus-Verantwortlichen mehrfach gesagt bekommen.

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Während in Dresden am Montag zum letzten Mal Gelegenheit war, das Monument zu betrachten, war die Kunsthaus-Chefin in Berlin. Sie musste der Bezirkverwaltung in Mitte erklären, was nötig ist für den Aufbau der Arbeit von Manaf Halbouni. Aus Dresden konnte sie dabei berichten: Das Monument ist mittlerweile sturmerprobt. Auch im wörtlichen Sinn. (SZ/csp)