merken
Politik

Bericht: Putin wollte Biden schaden

Den US-Geheimdiensten zufolge hat die russische Regierung versucht, gezielt Einfluss auf die US-Wahl zu nehmen, um Donald Trumps Wiederwahl zu sichern.

Im Jahr 2011 trafen sich der damalige US-Vizepräsident Joe Biden (l) und der russische Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen in Moskau.
Im Jahr 2011 trafen sich der damalige US-Vizepräsident Joe Biden (l) und der russische Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen in Moskau. © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Washington. Russland hat sich bei der US-Wahl im November nach Ansicht der amerikanischen Geheimdienste für den damaligen Präsidenten Donald Trump eingesetzt und sich bemüht, dessen Herausforderer Joe Biden zu schaden und Unfrieden im Land zu säen. Präsident Wladimir Putin und seine Regierung hätten die versuchte Einflussnahme "genehmigt und durchgeführt", hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht aus dem Büro von Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines.

Russland habe sich bei seiner Kampagne auf seinen Geheimdienst, staatliche Medien, Internet-Trolls und Verbündete in der Ukraine gestützt, hieß es. Eine der wichtigsten Strategien Moskaus sei es gewesen, Biden und seiner Familie im Zusammenhang mit der Ukraine Korruption vorzuwerfen. Russlands Agenten hätten dafür auch gezielt Amerikaner angesprochen, die Verbindungen zu Trumps Regierung hatten, um ein Einleiten von Untersuchungen gegen Biden zu fordern. Es habe auch Versuche gegeben, Beamte der Trump-Regierung und Medien dahingehend zu manipulieren, hieß es weiter.

Anzeige
Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten
Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten

Die Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des LK GR bietet eine Ausbildung mit hohen Übernahmechancen & attraktiven Perspektiven.

Russland habe sich 2020 auf Desinformation konzentriert, sich aber im Gegensatz zur Wahl 2016 nicht darum bemüht, die Wahlinfrastruktur in den USA direkt zu untergraben, hieß es.

Auch Iran versuchte, Einfluss zu nehmen

Moskau wollte "die öffentliche Wahrnehmung der Kandidaten in den USA beeinflussen" und das langfristige Ziel verfolgen, "das Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben und die gesellschaftliche Spaltung der Menschen in Amerika zu verstärken", hieß es. Russland habe einen Wahlsieg Bidens als "nachteilig für russische Interessen" betrachtet. China hingegen habe nicht versucht, die Wahl zu beeinflussen.

Weiterführende Artikel

Putin antwortet Biden: "Bleiben Sie gesund"

Putin antwortet Biden: "Bleiben Sie gesund"

US-Präsident Biden bezeichnete Kremlchef Wladimir Putin in einem Interview als "Killer". Dessen Reaktion darauf überrascht.

Biden hält Putin für einen "Killer"

Biden hält Putin für einen "Killer"

Russland wollte nach Ansicht der US-Geheimdienste die Wahl von Joe Biden verhindern. Der sagt, Putin werde „einen Preis dafür zahlen“.

Spionierte ein Deutscher für Russland?

Spionierte ein Deutscher für Russland?

Der Mann soll Grundrisse der Liegenschaften des Bundestags übermittelt haben. Jetzt erhebt die Bundesanwaltschaft Klage.

Folter in russischem Straflager

Folter in russischem Straflager

Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny muss in Straflager-Haft. In einem solchen kam es nun zu einem Fall von Folter und schwerer Gewalt.

Dem Bericht zufolge soll sich auch der Iran bemüht haben, den Wahlkampf zu beeinflussen. Teheran sei es darum gegangen, die Chancen für eine Wiederwahl Trumps zu verringern und die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft zu verstärken, hieß es. Auch der Iran habe dabei nicht direkt die Wahlinfrastruktur angegriffen. (dpa)

Mehr zum Thema Politik