merken
Kamenz

Viel Bewegung im Kamenzer Stadtrat

Größte Fraktionen werden die AfD und die Freien Wähler. CDU und Linke verlieren deutlich.

Im Kamenzer Wahllokal im Rathaus gab es zeitweise längere Warteschlangen. Hier steht Inka Edelmann gerade als Wahlhelferin zur Seite
Im Kamenzer Wahllokal im Rathaus gab es zeitweise längere Warteschlangen. Hier steht Inka Edelmann gerade als Wahlhelferin zur Seite © René Plaul

Kamenz. Der Kamenzer Stadtrat ist größer geworden. Seit der Gemeindefusion mit Schönteichen wurde er von 22 auf 26 Stadträte aufgestockt. Aber nicht nur deshalb wird man sich im Ratssaal auf viele neue Männer und Frauen einstellen müssen. 

Nach Auszählung der 21 Wahlkreise war klar: Die AfD zieht mit sechs Sitzen in den neuen Stadtrat ein, ihre Fraktion ist damit ebenso groß wie die der Freien Wähler, die ja unter dem Label „Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile“ fusioniert sind.

Anzeige
Finde den Weg zu deinem Traumberuf!
Finde den Weg zu deinem Traumberuf!

Ausbilder und Azubis stellen dir auf dem „Aktionstag Bildung“ am 25.09.2021 verschiedenste Berufe vor. Jetzt schnell Plätze sichern!

Klare Verlierer der Stadtratswahl sind die bislang größten Fraktionen, also die Partei die Linke und die CDU. Die Linke verlor beinahe die Hälfte ihrer sieben Mandate und kommt jetzt noch auf vier Sitze. Auch die Verluste der Christdemokraten sind erheblich. Sie werden im neuen Stadtrat nur noch mit fünf Sitzen vertreten sein.

Ganz neu im Stadtrat wird die Wählervereinigung Stadt-Land-Frau vertreten sein. Mit neuen, unverbrauchten Gesichtern und einem insgesamt pfiffigen Wahlkampf kam man auf Anhieb auf etwa 12 Prozent der Stimmen, was sich in drei Mandaten niederschlägt.

Mehr oder weniger auf der Stelle blieben FDP und Grüne, die sich wieder mit je einem einzigen Mandat zufrieden geben müssen. 

Die SPD war nach längerer Pause wieder in der Stadt angetreten. Erst kurz vor der Wahl wurde zum Beispiel ein Parteibüro in Kamenz eingerichtet. Von der kleinen Truppe ein Ergebnis gegen den bundesweiten Trend der Sozialdemokratie erwarten zu wollen, wäre wohl vermessen gewesen. Letztlich reichte es nicht für ein Mandat. 

Mehr zum Thema Kamenz