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Meißen

Warum keine Leerrohre verlegt?

Der Meißner Jens Schlosser äußert sich zum am 31. Juli in der SZ erschienenen Artikel "Breitband für 700 Firmen"

Das Foto zeigt Leerrohre zum Verlegen von Glasfaserkabeln, wie sie von der Enso beim Breitbandnetzausbau eingesetzt werden.
Das Foto zeigt Leerrohre zum Verlegen von Glasfaserkabeln, wie sie von der Enso beim Breitbandnetzausbau eingesetzt werden. © Symbolfoto: Uwe Soeder

Meißen. Wenn man über die Wirtschaftlichkeit im SZ Artikel liest, kann ich nur  den Kopf schütteln. Seit 2. September 2019 wird vor meinem Haus auf der Nossener Straße gebaut. Wasser und Gasanschlüsse werden neu verlegt. Die Schachtarbeiten werden von einer Firma übernommen, mit dem KFZ-Kennzeichen des Elbe-Elster Kreises. Die Anschlüsse verrichten die Stadtwerke Riesa. Die Meißner Stadtwerke haben die Oberaufsicht. Das soll wirtschaftlich sein?

Warum werden bei den Erneuerungen von Gas -und Wasserleitungen keine Leerrohre für Glasfaseranschlüsse in die Häuser verlegt? Warum muss man ständig die Straßen neu aufreißen? Sind die Planer in der Stadtverwaltung zu unfähig? Warum können die Meißner Stadtwerke auf kommunaler Ebene den Glasfaserausbau nicht selber übernehmen? 

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Der Bau in 20 Kommunen soll spätestens 2022 beginnen. Auch Schulen und Krankenhäuser profitieren.

Nochmals zur Wirtschaftlichkeit. Man denke an einen Betrieb, der produziert und exportiert. Der Betrieb hätte keinen Stromanschluss, weil er abseits liegt. Eine Stromleitung zum Betrieb zu legen, wäre unwirtschaftlich. Dann müsste der Betrieb seinen Strom für die Produktion mit Dieselgeneratoren, Windrad und Photovoltaik selber produzieren. 

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