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In Weißwasser wird weiter geimpft

Fast 1.000 Bürger bekamen im lokalen Impfzentrum der Stadt bereits den begehrten Piks.

Helfer und die Weißwasseraner Allgemeinmediziner Dr. med. Karl-Heinz Dreier und Dr. med. Lutz Buschmann impfen im Stadtpavillon, dem lokalen Impfzentrum der Stadt.
Helfer und die Weißwasseraner Allgemeinmediziner Dr. med. Karl-Heinz Dreier und Dr. med. Lutz Buschmann impfen im Stadtpavillon, dem lokalen Impfzentrum der Stadt. © Joachim Rehle

Weißwasser. Kundgebungen und Demonstrationen zeigen auch in Weißwasser (wie am vorigen Wochenende), dass Menschen zunehmend nicht oder nicht mehr bereit sind, die Einschränkungen auf Grund der Bundesnotbremse, der Corona-Schutz-Verordnung und der jeweiligen Regelungen vor Ort zu akzeptieren und sich unterzuordnen. Doch mit einer signifikanten Verbesserung der Situation in der Pandemie ist erst zu rechnen, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist. Darauf verwies Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) in dieser Woche in beiden Ausschüssen des Stadtrats. „Für mich ist entscheidend, dass es eine stetig wachsende Anzahl von geimpften Personen gibt, insbesondere in den Risikogruppen“, erklärte er.

Bis zum Montag konnten im lokalen Impfzentrum der Stadt 772 Frauen und Männer geimpft werden. Nach einem weiteren Termin für ältere Weißwasseraner und Risikogruppen am Dienstag sind es mittlerweile fast 1.000, so war im Bau- und Wirtschaftsausschuss (BWA) zu vernehmen. Dank der Allgemeinärzte Dr. med. Karl-Heinz Dreier und Dr. med. Lutz Buschmann, dem DRK-Impfteam und den freiwilligen Helfern aus der Stadtverwaltung Weißwasser in Zusammenarbeit mit dem Stadtverein um Frank Schwarzkopf sei in Weißwasser viel erreicht worden. Weitere Impftermin sind für den 21. Mai und den 1. Juni geplant. Hinzu kommen dann noch die entsprechenden Zweitimpftermine.

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Da jetzt auch vermehrt Hausärzte impfen dürfen und sogar das Impfen durch Zahnärzte und Tierärzte in der Diskussion ist, hofft Torsten Pötzsch auf einen weiteren Rückgang der Inzidenzzahlen. Das eröffne die Möglichkeit, „auch die Kitas und Schulen wieder öffnen zu können – ohne dass die Gefahr besteht, diese dann zwei Wochen später wieder schließen zu müssen“, sagte er. Nur mit einem funktionierenden Betreuungs- und Bildungssystem sei auch die Aufrechterhaltung der Wirtschaft möglich. Das steigende Impftempo biete die Chance, einen guten Sommer zu haben und gemeinsam wieder Dienstleistungen, Gewerbe, Restaurants, Cafés, Kultur und Urlaub genießen zu können.

Auf der Website der Stadt Weißwasser werden regelmäßig die Inzidenzzahlen für Deutschland, Sachsen und den Landkreis Görlitz aktualisiert. Hermann Holdt (AfD) hatte im Haupt- und Sozialausschuss (HSA) des Stadtrats vorgeschlagen, künftig auf weisswasser.de nur noch Werte des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu Corona „als einzig gültige Werte zu verwenden“. Diese lägen deutlich unter denen des Landkreises Pötzsch versprach, den Hinweis im Corona-Stab der Stadt prüfen zu lassen.

Für Dienstag, den 11. Mai, hatte der Landkreis einen Inzidenzwert von 205,76 angegeben, das RKI für den Kreis jedoch nur 167. Wie der AfD-Stadtrat betonte, würden sich die Bürger ganz besonders für den Inzidenzwert der Stadt Weißwasser interessieren. Dieser betrug nach seiner Aussage am 4. Mai: 123, am 11. Mai: 81. „Da haben wir eine Menge gut gemacht. Die Bürger halten sich an die Festlegungen“, erklärte Hermann Holdt. Dann fügte er hinzu: „Diese Zahlen sollten genannt werden, damit die Leute sehen, wir marschieren in Richtung Licht am Ende des Tunnels“. Holdt, der stark in die Organisation des Autokorsos in Weißwasser involviert ist, kündigte an, dass dieser am heutigen Freitag bereits zum 14. Mal stattfindet.

Impftermine Kontaktdaten und Formulare zur Anmeldung sowie Inzidenzzahlen gibt es hier.

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