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Vorfreude bei Kameraden von Weißkeißel

Kurz vor Weihnachten ist sie eingetroffen, die neue Schutzausrüstung für die 25 Kameraden der Ortsfeuerwehr. Die haben einen weiteren Wunsch.

Siegbert Glowna (li.) und Holger Leue von der Freiwilligen Feuerwehr Weißkeißel präsentieren die neue Einsatzbekleidung, die jetzt geliefert wurde.
Siegbert Glowna (li.) und Holger Leue von der Freiwilligen Feuerwehr Weißkeißel präsentieren die neue Einsatzbekleidung, die jetzt geliefert wurde. © Joachim Rehle

Weißkeißel. Bereits zu Jahresbeginn war bekannt, dass die Freiwillige Feuerwehr Weißkeißel dringend neue Schutzausrüstung benötigt, weil die alte Kleidung nicht mehr der Norm entspricht und laut Gesetzgeber aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden muss.

Nun, wenige Tage vorm Weihnachtsfest, sind die gelben Helme, die roten Jacken und schwarzen Hosen mi Reflektoren, die das Tragen von Warnwesten nicht mehr erforderlich machen, und der Aufschrift „Feuerwehr Weißkeißel“ eingetroffen. Die neue Einsatzkleidung, die in Größe und Passform auf jeden einzelnen Kameraden individuell zugeschnitten ist, ist damit sozusagen „ein verfrühtes Geschenk“, wie es Kamerad und Gemeinderat René Glowka kürzlich in der Ratssitzung umschrieb, als er über die erfolgte Anlieferung und Ausgabe informierte und ein Exemplar zur Ansicht in der Ratsrunde zeigte. Und: Die neue Ausrüstung hat kein „Ablaufdatum“ mehr. Außerdem erhielt jeder Kamerad je eine Jacke für die Waldbrandbekämpfung und eine für Einsätze der Technischen Hilfeleistungen. Dazu gehören Unfälle ebenso wie Tierrettungseinsätze.

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Einen Tierrettungseinsatz hatten die Weißkeißler kürzlich wegen eines in einem Wildzaun verfangenen Hirsches, der losgeschnitten und in die Freiheit entlassen wurde.„Die dünnere Jacke wiegt übrigens etwa ein Kilo weniger als die Jacke der alten Ausrüstung. Das macht sich bei der Brandbekämpfung schon bemerkbar für die Kameraden“, lobte Glowna, der sich wie alle Freiwilligen Feuerwehrleute in Weißkeißel auch deshalb über die neue Ausstattung freut. „Ich weiß, die Anschaffung hat der Gemeinde manche Kopfschmerzen bereitet. Aber jetzt ist sie da und alles gut.“

Auch Bürgermeister Andreas Lysk zeigte sich erfreut über die Neuanschaffung. „Die Sachen gefallen mir, sehen gut aus.“ Immerhin kostete die ungeplante und sofort nötige Investition rund 42.000 Euro. Doch nicht nur der Bürgermeister betonte beim Ratsbeschluss über die Finanzierung aus der in diesem Jahr letztmalig geflossenen Kommunalpauschale des Freistaates, dass die Feuerwehr und ihre Einsatzbereitschaft oberste Pflichtaufgabe einer Gemeinde seien. „Und wir lassen an der Sicherheit der Kameraden und Bürger auch nicht rütteln. Allerdings hoffe ich, dass die neue Bekleidung die nächsten 20 Jahre hält.“

Diesen Wunsch verbinden die Weißkeißeler Räte und der Gemeindechef auch mit einem weiteren Neuwerb für die freiwillige Feuerwehr. Dabei handelt es sich um ein Tanklöschfahrzeug. Kommt die Gemeinde noch in die Sammelbestellung des Landkreises Görlitz mit rein, soll das Fahrzeug 2021 kommen. Zahlen müsste Weißkeißel dann nur einen Eigenanteil von 130.000 Euro. Klappt es nicht mit der Sammelbestellung, wird die Anschaffung rund 100.000 Euro teurer und erst 2023 möglich. „Gemeinde, Feuerwehr und Bauhof sind sich darin einig, dass zuerst das Löschfahrzeug kommen soll. Klappt es aber nicht wie geplant, wird für die im Haushalt 2021 eingestellten 130.000 Euro Eigenmittel ein neuer Multicar mit Streuaufsatz für den Bauhof angeschafft“, erklärte Bürgermeister Andreas Lysk in der Dezember-Ratssitzung mit Blick auf das kommende Jahr.

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