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China lockert Visumpflicht für Bundesbürger

Wer bis zu 15 Tage nach China reist, braucht bald kein Visum mehr. Das mit Aufwand und Kosten verbundene Visum soll erst einmal für ein Jahr wegfallen.

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Für eine bis 15-tägige Reise nach China ist für eine Testphase kein Visum mehr erforderlich.
Für eine bis 15-tägige Reise nach China ist für eine Testphase kein Visum mehr erforderlich. © Alexandra Frank/dpa-tmn (Symbolfoto)

Peking. Bundesbürger müssen für eine bis zu 15-tägige Reise nach China in der Regel bald kein Visum mehr beantragen. Wer geschäftlich, privat oder zum Besuch von Freunden und Verwandten in die Volksrepublik kommen wolle, sei von der Visumpflicht ausgenommen, teilte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, am Freitag in Peking mit. Dieselbe Regelung gelte für Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande und Malaysia. China wolle das Verfahren ab dem 1. Dezember bis zum 30. November kommenden Jahres testen, sagte Mao Ning.

Bislang mussten Touristen und Geschäftsreisende, die länger in China bleiben wollten, vorab ein Visum beantragen, was mit Zeit für die Organisation und Kosten verbunden war. China wolle sich damit der Außenwelt öffnen, hieß es aus Peking. Die Regierung dürfte mit der Maßnahme den Tourismus aus dem Ausland wieder ankurbeln wollen. Nach der Lockerung der strikten Corona-Regelungen kamen auch aus dem Ausland wieder Urlauber nach China. Allerdings liegen die Zahlen weiter unter dem Vor-Pandemie-Niveau.

Visumsfreie Aufenthalte in China waren bislang zum Beispiel nur für drei bis sechs Tage mit einem Transitvisum möglich. Reisende mussten dafür an einem internationalen Flughafen wie etwa in Peking oder Shanghai ankommen und durften sich dann nur dort oder in der umgebenden Provinz aufhalten. Auf der südchinesischen Urlaubsinsel Hainan konnten Touristen ferner bis zu 30 Tage ohne Visum verbringen, wenn sie die Reise über einen dort registrierten Veranstalter gebucht hatten, wie die Behörden mitteilten.