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Spaniens Altkönig im Exil untergetaucht

Wegen einer Schmiergeldaffäre hat Juan Carlos Spanien vor vier Monaten heimlich verlassen. Weihnachten soll er trotzdem nicht allein im Exil in Abu Dhabi feiern.

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Spaniens Altkönig Juan Carlos hatte sein Land Anfang August heimlich verlassen. Hintergrund sollen Ermittlung in einer Finanzaffäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Bahnstrecke in Saudi-Arabien sein.
Spaniens Altkönig Juan Carlos hatte sein Land Anfang August heimlich verlassen. Hintergrund sollen Ermittlung in einer Finanzaffäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Bahnstrecke in Saudi-Arabien sein. © Francisco Flores Seguel/Agencia Uno/dpa (Archiv)

Einige spanische Royals erwägen nach Medienberichten, den seit vier Monaten im Wüstenemirat Abu Dhabi im Exil lebenden Altkönig Juan Carlos zu Weihnachten zu besuchen. Der daheim von Korruptionsvorwürfen und Justizermittlungen bedrängte Vater von König Felipe VI. solle die Festtage nicht alleine verbringen müssen, schrieb am Freitag die gewöhnlich sehr gut informierte spanische Zeitung "El País".

"Es gibt derzeit keinen Plan für eine Rückkehr von Don Juan Carlos. Was es gibt, sind Pläne, damit (er) Weihnachten in Gesellschaft einer seiner beiden Töchter (Elena und Cristina) und einiger seiner Enkelkinder verbringt", so das Blatt. "El País" betonte, nicht Juan Carlos, sondern das Königshaus - sprich Felipe - werde über eine eventuelle Rückkehr entscheiden. Die sei aber nicht in Sicht.

Juan Carlos hatte sein Land Anfang August heimlich verlassen. Erst zwei Wochen später teilte das Königshaus mit, der Ex-Monarch sei in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist - wo er sich mutmaßlich bis heute aufhält. In einem Brief an seinen Sohn schrieb der Bourbone damals, er ziehe wegen der Finanzaffäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Bahnstrecke in Saudi-Arabien ins Ausland. Er wolle damit die Arbeit Felipes "erleichtern". (dpa)