SZ + Sachsen
Merken

Autodiebe mögen Sachsens Großstädte

In Leipzig und Dresden verschwinden viel mehr Fahrzeuge als im Durchschnitt. In Sachsen insgesamt ging die Zahl der Diebstähle zuletzt aber zurück.

 1 Min.
Teilen
Folgen
In Sachsens Großstädten verschwinden mehr Autos als
In Sachsens Großstädten verschwinden mehr Autos als © Matthias Weber

Berlin/Dresden. Zwei der vier Großstädte in Deutschland, die 2020 bei Kfz-Dieben vergleichsweise am häufigsten heimgesucht worden sind, liegen in Sachsen. Laut einer Erhebung des Versichererverbands GDV landete Leipzig mit 0,7 Diebstählen pro 1.000 kaskoversicherten Pkw auf Rang drei, Dresden (0,5) auf Rang vier. Höher waren die Diebstahlsquoten nur in Berlin (2,3) und Hamburg (1,2). Die Top drei der am beliebtesten Marken sind demnach BMW, Mercedes-Benz und Toyota.

Insgesamt haben die Versicherungen haben 2020 in Sachsen aber weniger Autodiebstähle regulieren müssen. Die Zahl der von ihnen ausgeglichenen Fälle sank im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel (25,8 Prozent) auf 569, "vermutlich bedingt durch die Corona-Pandemie", wie der GDV berichtete.

Je kaskoversichertem Fahrzeug wurden 2020 durchschnittlich 16.136 Euro gezahlt, mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt betrug die Schadenssumme 9,2 Millionen Euro. Mit statistisch 0,3 Diebstählen auf 1.000 Autos liegt die Bilanz für Sachsen im bundesweiten Durchschnitt und im Vergleich der Bundesländer in der Mitte. Die meisten Diebstähle wurden in Nordrhein-Westfalen (2.456) reguliert, die wenigsten im Saarland (87) - nur dort ging diese Zahl nach oben. (SZ/rnw mit dpa)