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Bauen und Wohnen

Notfall, Baustelle oder Festzelt: Mobile Heizungen

Es ist für viele Menschen ein echtes Albtraumszenario: Mitten im Winter fällt die Heizung aus und die Reparatur wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

© Erich Westendarp

Eine gängige Übergangslösung für dieses Problem ist die Möglichkeit, eine mobile Heizung zu mieten.

Mobile Heizung sind mit modernster Technik ausgestattet

Mobile Heizungen verbrauchen durch moderne Technik wesentlich weniger Energie und dank verschiedener Brennstoffe stehen viele Modelle heute ebenso unter ökologischen Gesichtspunkten gut da. Das macht die Geräte auch für viele weitere Anwendungen interessant. Tatsächlich werden sie aktuell nur noch in rund 50 Prozent aller Fälle genutzt, um im Notfall zu heizen. So eignen sie sich beispielsweise auch für das Estrich trocknen auf Baustellen oder dem Beheizen von Festzelten. Deswegen möchten wir Ihnen in diesem Beitrag eine Übersicht über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, die unterschiedlichen Größen und die verfügbaren Brennstoffe geben.

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Mobile Heizung mieten und für unterschiedlichste Anwendungen nutzen

Mobile Heizungen helfen nicht nur Privatleuten, wenn ihre Heizung ausgefallen ist, sondern werden ebenfalls häufig dann aber in größerer Form von einem mobilen Heizcontainer zum Mieten beispielsweise zur Vorsorge in Krankenhäusern, im Gewerbe oder auch der Industrie vorgehalten und bei Bedarf dann sofort genutzt. In diesen Fällen ist es von besonderer Dringlichkeit, eine konstante Temperatur aufrechtzuerhalten, sodass ein Heizungsausfall unter allen Umständen überbückt werden muss. Dieses Prinzip ist in der Regel preiswerter als das Vorhalten redundanter Heiztechnik.

Mobile Baubeheizung

Zudem kommen mobile Heizgeräte in unterschiedlichen Branchen standardmäßig zum Einsatz. Hierzu gehört unter anderem das Baugewerbe. Es liegt auf der Hand, dass Rohbauten oder auch Kellerbereiche für viele Bauvorhaben beheizt werden müssen, aber die dafür nötige Infrastruktur nicht gegeben ist. Bauherren können eine mobile Heizung mieten, um damit Baustellen zu beheizen. Wer Estrich trocknen will oder der Schadwirkung von Feuchtigkeit entgegenwirken möchte, greift ebenfalls oft zur mobilen Heizung. Natürlich lassen sich Arbeiten gerade im Winter bei angenehmen Temperaturen auch besser durchführen. Gewisse Temperaturen schreibt das Arbeitsschutzgesetz auch vor.

Gastronomie und Events

Eine weitere Branche ist das Gastgewerbe beziehungsweise die Eventgastronomie. Viele Feste und Veranstaltungen oder auch Zirkusvorstellungen wären ohne mobile Heizungen kaum umsetzbar. Für solche und ähnliche Anwendungen, bei denen große Raumvolumen temperiert werden müssen, sollte der Veranstalter Heizcontainer mieten, da diese mehr Leistung als kleinere Geräte erzielen.

Mobile Heizgeräte - die passende Lösung

Die Vielzahl an möglichen Anwendungen sorgt dafür, dass nicht alle mobilen Heizzentralen für jeden Einsatzort geeignet sind. Entscheidend für die Wahl der geeigneten Lösung ist das Raumvolumen, das temperiert werden soll. Die Spannweite der am Markt verfügbaren Geräte reicht dabei von kleinen Varianten mit wenigen Kilowatt Leistung bis hin zu Lösungen für Großprojekte mit bis zu zehn Megawatt Leistung und mehr. Die kleinste Lösung stellen elektrisch arbeitende mobile Heizungsgebläse dar, die vor allem in Ein- oder Mehrfamilienhäuser zum Einsatz kommen.

Einfaches Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip ist einfach. Ist das Gerät mit Strom versorgt, saugt es Luft an und erhitzt diese über einen elektrischen Heizwiderstand oder einen Brenner. Die dadurch erwärmte Luft kann mit Schläuchen flexibel in verschiedene Bereiche geleitet werden. Der große Vorteil dieser Lösungen liegt darin, dass sie keine Abgase erzeugt und deswegen problemlos für den Einsatz in Innenräumen geeignet ist. Müssen kleinere Hallen, Zelte oder Baustellen beheizt werden, kommen die elektrischen Kleingeräte schnell an ihre Grenzen.

Mobile Heizung auf Anhänger

Für eine größere Power empfiehlt es sich, eine mobile Heizung auf einem Anhänger zu mieten. Diese bietet bereits deutlich mehr Leistung und weitere Antriebsarten wie Erdgas, Flüssiggas oder Pellets. Wer noch mehr Leistung benötigt, sollte einen Heizcontainer mieten. Diese sind in der Regel bei Großanbietern erhältlich und bieten eine Heizleistung von bis zu 2,5 MW.

Heizcontainer für Großprojekte.

Für den Fall, dass selbst diese Leistung nicht ausreicht, können Heizcontainer auch in einer Kaskade nebeneinandergestellt werden. Hierdurch wirkt die Heizleistung additiv und kann bis auf zehn MW erweitert werden. Sowohl für den Betrieb einer mobilen Heizung auf einem Anhänger als auch eines Heizcontainers gilt, dass ein stabiler und ebener Untergrund sichergestellt werden muss, denn gerade im Winter kann es passieren, dass man selbige auf den gefrorenen Boden stellt, welcher sich durch die Strahlwärme dann zu einem Schlammbad entwickelt. Ebenso sollte ein Heizcontainer mit ausreichendem Abstand zum beheizenden Objekt platziert werden. Die Empfehlung der Feuerwehr beiträgt etwa fünf Meter.

Die unterschiedlichen Brennstoffe für mobile Heizungen

Der gebräuchlichste Weg, um eine mobile Heizung zu betreiben, ist Strom. Besonders kleine Geräte können mit der normalen Steckdose betrieben werden, größere Ausführungen benötigen einen Starkstromanschluss. Allerdings eignen sich die kleinen elektrischen Lösungen mit ihren wenigen Kilowatt Leistung nur für einzelne Räume oder Etagen. Wer ein größeres Raumvolumen beheizen möchte, benötigt dafür zwangsläufig eine mobile Heizung auf einem Anhänger oder sogar einen Heizcontainer mit entsprechender Leistung.

Brennstoff je nach Art der mobilen Heizung

Diese mobilen Heizzentralen werden mit Brennstoffen betrieben, um die höheren Anforderungen erfüllen zu können. Hierbei stehen Strom, Erdgas, Flüssiggas oder auch Pellets zur Verfügung. Diese haben Vor- und Nachteile, die bei der Wahl des Brennstoffs zu bedenken sind. Ebenso müssen gegebenenfalls rechtliche Aspekte beachtet werden. Sollte man sich beispielsweise für Öl als Brennstoff entscheiden, dürfen diese Geräte in der Regel weder in Wasserschutzgebieten noch Hochwassergebieten aufgestellt werden.

Flüssiggas als flexibelste Variante

Mehr Flexibilität erlauben mobile Heizungen, die mit Flüssiggas arbeiten und genehmigungsfrei überall aufgestellt werden können. Das Leistungsspektrum reicht dabei von 100 bis zu 1000 Kilowatt. Kleinere Geräte lassen sich mit Gasflaschen, die flexibel gelagert werden können, speisen. Für Heizcontainer ist die Anmietung eines separaten Flüssiggastanks ratsam. Erdgas kann als Brennstoff hingegen nur genutzt werden, wenn ein entsprechender Anschluss in der Nähe des Einsatzgebietes vorhanden ist. Sollte dies der Fall sein, stellt Erdgas eine preiswerte Alternative zu Flüssiggas dar. Als umweltfreundlicher Brennstoff können aber auch Pellets genutzt werden. Eine Pelletheizung verbrennt Holzreste, die zu kleinen Stäbchen (Pellets) gepresst wurden. Den Transport der Pellets vom Lager zum Brenner führen die Anlagen vollautomatisiert durch, sodass kein Mehraufwand für die Anwender entsteht. Die Leistung liegt zwischen 20 Kilowatt und 2 MW.

Am besten gut beraten lassen

Es zeigt sich, dass man heute die verschiedensten Ausführungen von mobilen Heizungen mieten kann. Größe und Brennstoffart sind hierbei die wesentlichen Auswahlmöglichkeiten. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt von jeweils geltenden Faktoren ab. Hierzu gehören das zu beheizende Raumvolumen, Besonderheiten am Standort oder auch der Einsatzzweck. Um bei der Fülle an Varianten die passende für den jeweiligen Anwendungsfall auszuwählen, sollten Anwender sich bei offenen Fragen oder Unklarheiten am besten von Fachleuten oder den entsprechenden Vermietern solcher Aggregate beraten lassen. So erhalten sie eine ideale Lösung für ihren Bedarf.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin F. Hartmann.

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