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Die Sorge des Sägers

Thomas Räntzsch macht aus gestorbenen Bäumen Bretter. Sein Harthaer Sägewerk brummt wie nie. Doch was kommt danach?

Von Jörg Stock
 5 Min.
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Ein Mann und sein Holz: Thomas Räntzsch, 48, führt das Harthaer Sägewerk in sechster Generation. Um seinen Rohstoff macht er sich zunehmend Sorgen.
Ein Mann und sein Holz: Thomas Räntzsch, 48, führt das Harthaer Sägewerk in sechster Generation. Um seinen Rohstoff macht er sich zunehmend Sorgen. © Daniel Schäfer

Jens Goldberg, Vorarbeiter im Sägewerk Hermann Räntzsch, hat immer einen Hut auf. Vor allem hier, im schummrigen Keller der Werkhalle. Warum? Damit die Sägespäne, die durch die Dielen rieseln, nicht in den Kragen fallen. Sind sie erst mal da, rieseln sie immer tiefer, "bis dahin, wo man sie wirklich nicht haben will". Er grient unter seinem Filz und hantiert mit der Ölkanne. Allmorgendlich kriegen die Sägegatter Schmierstoff. Im Kern ist die Technik aus den 1930ern. Funktioniert aber immer noch, weil ohne "elektronischen Quatsch". Für Quatsch haben die Räntzschs keine Zeit. Die Aufträge stapeln sich, und die Späne fliegen - ohne Pause.

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