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Steuererklärung: So viel Geld haben die Sachsen zurückerhalten

Die Sachsen bekommen im Vergleich relativ wenig Geld von den Finanzämtern zurück. Auch die schnellsten Finanzämter liegen außerhalb Sachsens.

Von Tobias Winzer
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Die Steuererklärung zu machen, lohnt sich. Allerdings bekommen die Sachsen durchschnittlich relativ wenig Geld zurück.
Die Steuererklärung zu machen, lohnt sich. Allerdings bekommen die Sachsen durchschnittlich relativ wenig Geld zurück. © dpa

Die Sachsen bekommen nach ihren Steuererklärungen vergleichsweise wenig Geld von den Finanzämtern zurück. Das geht aus dem Steuer-Report 2023 des Dienstleisters Wiso hervor. Demnach wurden den Sachsen durchschnittlich 1.182 Euro nach dem Einreichen der Einkommenssteuererklärung zurückgezahlt. Damit liegt der Freistaat auf dem vorletzten Platz in dieser Rangliste der Bundesländer. Nur die Thüringer haben mit durchschnittlich 1.163 Euro noch weniger zurückbekommen. Grundlage für die Zahlen bilden die mit dem Programm "Wiso Steuer" für 2021 eingereichten Steuererklärungen.

Das Bundesland Hessen ist hingegen Spitzenreiter: Dort gab es mit durchschnittlich 1.809 Euro die höchsten Erstattungen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 1.717 Euro und Hamburg mit 1.681 Euro. Ein Grund für die regionalen Unterschiede wird nicht genannt. Den Angaben zufolge erhalten 82,6 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler eine Rückzahlung ihrer zu viel gezahlten Steuern vom Finanzamt.

Bundesweit warteten die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler im Jahr 2022 rund 43 Tage auf ihren Bescheid. Im Jahr 2023 warten die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bisher im Schnitt 45 Tage auf ihre Steuerbescheide. Das Wettrennen um den Titel des schnellsten Finanzamts haben 2022 die Finanzämter Herne und Solingen in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Für die Bearbeitung aller Steuererklärungen für das Steuerjahr 2021 benötigten die Finanzämter im Durchschnitt jeweils nur 28 Tage. Ähnlich fix versendete das Finanzamt Olpe aus Nordrhein-Westfalen die Bescheide, im Gesamtdurchschnitt nach nur 29 Tagen.

Wie aus der Statistik weiterhin hervorgeht, haben 36 Prozent aller Arbeitnehmer die Home-Office-Pauschale ansetzen können. Von diesen schöpfen 42 Prozent die Pauschale vollständig aus. An durchschnittlich 91 Arbeitstagen wurde das Home-Office genutzt. 12,9 Prozent aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können sogar ein "echtes" Arbeitszimmer in der Steuererklärung absetzen.

Ein echter Exot ist dagegen das außerhäusliche Arbeitszimmer, das sich also nicht in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus befindet: Nur 1,5 Prozent aller Arbeitszimmer befinden sich jenseits der eigenen Haus- oder Wohnungstür.