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Polarlichter verzaubern über Königstein

Ein höchstseltenes Farbenspiel am nächtlichen Himmel begeistert derzeit auch viele Menschen in SOE. Der Grund dafür ist in den Weiten des Alls zu suchen.

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Aufgrund eines außergewöhnlich starken Sonnensturms waren in der Nacht auf Sonnabend auch über der Festung Königstein Polarlichter zu beobachten.
Aufgrund eines außergewöhnlich starken Sonnensturms waren in der Nacht auf Sonnabend auch über der Festung Königstein Polarlichter zu beobachten. © Marko Förster

Ein heftiger Sonnensturm hat in der Nacht auf Sonnabend für ein Naturspektakel auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gesorgt. Polarlichter, die mitunter auch als Nordlichter bezeichnet werden, tanzten kurz nach der Geisterstunde unter anderem über der Festung Königstein. Das farbige Vergnügen dauerte fast eine Stunde lang.

Wie ein Reporter schildert, waren die Polarlichter mit bloßem Auge zu erkennen. Selbst mit einem Smartphone ließ sich das Himmelsspektakel eindrucksvoll einfangen. Kleiner Tipp vom Experten: Dazu bedurfte es einer Belichtungszeit von drei Sekunden. Derzeit tragen die stärksten Sonnenaktivitäten seit rund 20 Jahren die Polarlichter bis in hiesige Regionen. Sternbeobachter und Meteorologen kamen gleichermaßen auf ihre Kosten.

Hintergrund ist der: Laut Experten kommt es aktuell offenbar zu Massenauswürfen der Sonne, also riesigen Ausstößen von sogenanntem Plasma. Laut Medienberichten hatte bereits am Freitag der Amerikanische Wetterdienst NOAA vor einem Sonnensturm der Stufe fünf gewarnt.

Auch in Langenhennersdorf ließen sich die farbigen Polarlichter gut wahrnehmen. Links im Hintergrund türmt sich der Cottaer Spitzberg auf.
Auch in Langenhennersdorf ließen sich die farbigen Polarlichter gut wahrnehmen. Links im Hintergrund türmt sich der Cottaer Spitzberg auf. © Marko Förster

Diese Kategorie auf der fünfstufigen Skala sei zuletzt im Oktober 2003 erreicht worden. Die rötlich-grünen Polarlichter entstehen dann, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Sonne in die Erdatmosphäre geschleudert werden.

Wer ähnliche Beobachtungen in der Nacht zum Sonnabend gemacht hat, darf diese gern an unsere bekannte SZ-Mailadresse schicken. Die Redaktion sagt schon einmal Dankeschön. (SZ/rk mit mf)