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Schauburg: Wann startet die Musikschule?

Toni Jährig und Tobias Heiden wollten jetzt mit dem Unterricht in dem Zittauer Gebäude starten. Doch Corona macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Im November waren Toni Jährig (links) und Tobias Heiden (rechts) noch optimistisch, im Frühjahr mit ihrer Musikschule in der Schauburg starten zu können.
Im November waren Toni Jährig (links) und Tobias Heiden (rechts) noch optimistisch, im Frühjahr mit ihrer Musikschule in der Schauburg starten zu können. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de (Archiv)

Im Frühjahr mit ihrer privaten Musikschule in der Zittauer Schauburg zu starten, dass war das Ziel von Toni Jährig und Tobias Heiden. Aktuell sei eine Eröffnung aber keine Option, meint Jährig. Schuld ist die aktuelle sächsische Corona-Schutzverordnung. Einzelunterricht in Präsenz ist nur eingeschränkt unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Möglich ist er, wenn sich die Beschäftigten in Musikschulen und Musikpädagogen wöchentlich per Schnell- oder Selbsttest auf das Coronavirus testen lassen und die Musikschüler einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Deshalb haben die beiden jungen Männer - 27 und 25 Jahre - entschieden, die Eröffnung zu verschieben. "Musik machen, das Spielen in einer Band und die Ausbildung am Instrument leben vom Miteinander zwischen den Lernenden und den Lehrenden", findet Toni Jährig. Das Klangerlebnis und das Gefühl beim gemeinsamen Musizieren sei im digitalen Raum nur ansatzweise erlebbar. "Das ist kein Rock'n'Roll und auch nicht das, wofür wir stehen."

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Ein derartiger Unterricht ist nicht das Ziel ihres Konzeptes, sagt Jährig. Deshalb wollen sie lieber noch ein paar Monate warten und hoffen später auf verbindliche Rahmenbedingungen, um kontinuierlichen Unterricht gewährleisten zu können und nicht auf digitale Formate umsteigen zu müssen.

Programm zum Denkmalstag geplant

"Wir möchten den Startmoment mit allen feiern. Es genügt uns nicht, nur halbherzig zu beginnen", erklärt Toni Jährig. Zum Tag des offenen Denkmals am 12. September wollen er und Tobias Heiden gemeinsam mit den Eigentümern der Zittauer Schauburg ein Programm organisieren und die künftigen Räumlichkeiten der privaten Musikschule für Besichtigungen öffnen. Besucher sollen dann, so die jetzigen Pläne, Instrumente ausprobieren und Probestunden vereinbaren können.

Die private Musikschule soll im hinteren Teil der Schauburg einziehen und dort die Räume in der ersten Etage nutzen. Ausgebildet werden sollen die Schüler hier an Schlagzeug, Gitarre, Klavier und Bass sowie im Gesang. Zu dem Instrumenten-Unterricht soll es ein Ergänzungsprogramm zu Themen wie Instrumentenbau oder Bandmanagement geben. Ihre Musikschule wollen die beiden jungen Männer für alle Altersgruppen öffnen. Im früheren Kinosaal der Schauburg sollen die Musikschüler dann auch die Möglichkeit haben, gemeinsam aufzutreten.

Schon vor drei Jahren gab es erste Gespräche über eine solche Nutzung. "Gut Ding will Weile haben", sagte Schauburg-Eigentümer Thomas Schmid im vergangenen Herbst mit Blick auf die lange Vorbereitungszeit. Seine Worte passen auch zur aktuellen Situation.

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