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Bundespolizei greift in Eckartsberg 13 Migranten auf - und lässt Schleuser laufen

Mehrere Schleuser setzen am Feiertag Syrer in Eckartsberg ab. Einem Usbeken kann eine Beteiligung an der Schleusung nachgewiesen werden - aber nichts Konkretes.

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Immer wieder greift die Bundespolizei rund um Zittau illegal eingereiste Migranten auf. (Symbolfoto)
Immer wieder greift die Bundespolizei rund um Zittau illegal eingereiste Migranten auf. (Symbolfoto) © Egbert Kamprath

Am Morgen des 3. Oktober haben Beamte der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz in Eckartsberg 13 Migranten und Schleuser aufgegriffen. Wie die Bundespolizei mitteilt, hatten gegen 8.30 Uhr mehrere Schleuser Migranten aus Syrien über die Grenze nach Deutschland gebracht und dort abgesetzt. Ein tatverdächtiger Usbeke wurde festgenommen.

Eine aufmerksame Bürgerin hatte beobachtet, wie zwei PKW eine Gruppe vermutlicher Migranten abgesetzt haben. Die Beamten griffen daraufhin 13 Männer, Frauen und Kinder aus Syrien auf. Noch in der Nähe wurde ein 24-jähriger Usbeke mit einem in Tschechien zugelassenen grauen VW Golf Variant gestoppt und vorläufig festgenommen. Seine Beteiligung an dieser Schleusung konnte ermittelt werden. Ob und wie viele Migranten der Gruppe er über die Grenze gebracht hatte, jedoch nicht. Daher war er wieder auf freien Fuß zu setzen.

Bei den Syrern handelt es sich um fünf Männer im Alter zwischen 24 und 34 Jahren, um drei Frauen im Alter zwischen 21 und 24 Jahren sowie um fünf Kinder im Alter zwischen einem und sechs Jahren. Die Erwachsenen müssen sich wegen der Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten und wurden mit ihren Kindern an eine Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach hat die Ermittlungen wegen des Einschleusens von Ausländern eingeleitet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung zum Absetzen der Personengruppe und weiterer Tatfahrzeuge unter der Telefonnummer 03586 / 76020. (SZ)