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18 Hunde suchen nach vermisster Frau

Alles, was die sächsischen Rettungshundestaffeln zu bieten haben, kam jetzt in Spitzkunnersdorf wegen einer 27-Jährigen zum Einsatz.

Ein Großaufgebot von Rettungshundestaffeln suchte am Sonnabend in Spitzkunnersdorf nach einer vermissten Frau.
Ein Großaufgebot von Rettungshundestaffeln suchte am Sonnabend in Spitzkunnersdorf nach einer vermissten Frau. © xcitepress/mr

Mit einem Großeinsatz des Bundesverbandes der Rettungshunde ist am Sonnabend in Spitzkunnersdorf nach einer Frau gesucht worden. Die 27-jährige Deutsche wird bereits seit Donnerstag vermisst, schildert die Pressesprecherin der Polizeidirektion Görlitz, Anja Leuschner.

Die Suche in Spitzkunnersdorf konzentrierte sich dabei vor allem auf den Bereich der Forstenschanze und am Hofeberg in Richtung Spitzberg. Gegen 19.15 Uhr musste dafür die Ortsdurchfahrt von Spitzkunnersdorf für etwa 30 Minuten voll gesperrt werden. Die Polizei ist mit einem speziell ausgebildeten Personenspürhund - einem so genannten Mantrailer - im Einsatz gewesen. Wie bei solchen Einsätzen üblich, wurde zur Unterstützung auch der Bundesverband der Rettungshunde angefordert.

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Bis aus Leipzig kamen die Suchhunde

Und die rückten mit neun Rettungshundestaffeln an. "Wir sind mit insgesamt 17 Hunden und 45 Mann im Einsatz gewesen", schildert Einsatzleiter Norbert Herbst von der Rettungshundestaffel Sachsen-Ost. Mit dabei waren ebenso die Rettungshundestaffeln Sachsen Süd-West, vom ASB Chemnitz und Ost-Thüringen, vom DRK Löbau, Görlitz, Freital und Dresden-Land sowie der Johanniter Leipzig.

"Wir wurden um 14.40 Uhr alarmiert", berichtet Norbert Herbst. Etwa sechs Stunden lang haben sie mit den Hunden in Spitzkunnersdorf nach der vermissten 27-Jährigen gesucht. Ergebnislos. Von der Frau fehlt nach wie vor jede Spur.

Nach der Auswertung aller Hinweise will die Polizei am Dienstag entscheiden, wie es nun mit der Suche weitergeht. Mehr kann Polizeisprecherin Anja Leuschner derzeit noch nicht sagen. Auf Wunsch der Angehörigen gibt es bis jetzt keine Öffentlichkeitsfahndung. Deshalb will die Polizei momentan auch keine näheren Angaben zur Vermissten machen.

"Zu solchen Such-Aktionen werden wir mittlerweile immer häufiger gerufen", schildert der Einsatzleiter der Hundestaffeln. Allein in diesem Jahr ist die Rettungshundestaffel Sachsen-Ost schon 38-mal im Einsatz gewesen, um nach Vermissten in Waldgebieten zwischen Görlitz, Dresden, Leipzig und Zwickau zu suchen. Davon im Januar, Februar und nun auch im November im Landkreis Görlitz.

Die Rettungshundestaffel hatte sich 1991 als erste in Ostdeutschland in Radebeul gegründet. Die etwa 20 Mitglieder kommen aus den Großräumen Radebeul, Dresden und Pirna.

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