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Wie's beim Ostritzer Altenpflegeheim weitergeht

Die Corona-Krise war für das St.-Antoni-Stift eine Ausnahmesituation. Nun blicken alle nach vorn: Es gibt eine neue Leiterin und auch Umbauten stehen auf dem Plan.

Andreas Oschika und Juliane Schönfelder vor dem St.-Antoni-Stift in Ostritz.
Andreas Oschika und Juliane Schönfelder vor dem St.-Antoni-Stift in Ostritz. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Alten- und Pflegeheime gehörten in der Corona-Pandemie zu den Hotspots: Viele Bewohner steckten sich hier mit dem Virus an, viele verloren durch die Erkrankung ihr Leben. Dem Ostritzer St.-Antoni-Stift ging es nicht anders. Die vergangenen Monate waren eine Ausnahmesituation - für die Senioren und die Mitarbeiter.

Dennoch schauen Andreas Oschika, Geschäftsführer des Caritasverbandes Oberlausitz, und Heimleiterin Juliane Schönfelder zuversichtlich nach vorn. "Die Krise hat deutlich gemacht, welche Hausaufgaben erledigt werden müssen", sagt Andreas Oschika. Waren es vor Beginn der Pandemie Aufgaben für die nächsten acht Jahre, so wirkt die Krise wie ein Zeitraffer und die Aufgaben sind fast unmittelbar anzugehen, so der Caritas-Geschäftsführer.

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Dabei gehe es vor allem darum, das Ostritzer Altenheim mit seinen insgesamt 73 Plätzen weiterzuentwickeln. Im St.-Antoni-Stift ist der Anteil der Doppelzimmer im Vergleich zu anderen Pflegeeinrichtungen in der Umgebung höher. Viele Senioren wollen aber auch im Alter Privatsphäre haben und in einem Einzelzimmer untergebracht werden.

Bereits in der Vor-Corona-Zeit gab es in der Caritaseinrichtung Überlegungen, Doppel- zu Einzelzimmern umzubauen. Und das, ohne die Gesamtkapazität zu reduzieren. Denn der Bedarf an Pflegeplätzen sei weiter da, glaubt Oschika. Auch wenn es seit Ende 2020 erstmals seit Jahren freie Kapazitäten im St.-Antoni-Stift gibt.

Bei den damaligen Überlegungen musste über Ausweichmöglichkeiten wie Wohncontainer nachgedacht werden, in denen die Bewohner während des Umbaus untergebracht werden könnten. Ein Umbau sei jetzt ohne temporäre Container möglich, meint der Caritas-Geschäftsführer und sieht darin eine gute Chance. Die Schaffung weiterer Einzelzimmer sei ein Puzzleteil von mehreren, die noch zusammengesetzt werden müssen, so der Caritas-Geschäftsführer.

Der Caritas-Standort in Ostritz mit Altenpflegeheim, Sozialstation und katholischem Kinderhaus habe eine gute Zukunftsperspektive, versichert Andreas Oschika. Nach seinen Vorstellungen soll die Einrichtung zu einer Art Gemeindeversorgungszentrum weiterentwickelt werden. Dafür soll die Caritas-Sozialstation vom Ostritzer Markt auf das Gelände des Altenheims umziehen. Zudem sollen die verschiedenen Caritas-Einrichtungen und Angebote noch enger miteinander vernetzt werden.

Der Caritasverband ist aktuell dabei, dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Und das mit Unterstützung der Stadt Ostritz: Der Stadtrat beschloss jüngst, das Haus Görlitzer Straße 11, das sich in Nachbarschaft zum Wohnheim befindet, an die Caritas zu verkaufen.

Ein solches Vorhaben lasse sich nicht von heute auf morgen umsetzen, betont Oschika.

Die neue Heimleiterin Juliane Schönfelder, die seit Anfang August in Ostritz tätig ist, muss gleichzeitig die Probleme, die durch die Pandemie entstanden sind, aufarbeiten. Dazu gehören die Suche nach neuen Mitarbeitern und die Wiederbelegung der freien Heimplätze.

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