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Sowag bohrt neuen Brunnen in Jonsdorf

Es braucht viel Erfahrung, die richtige Stelle zu treffen, weiß Wassermeister Jens Schiffner. Im felsigen Kroatzbeerwinkel hofft er, sie gefunden zu haben.

Das Trinkwasser aus dem Zittauer Gebirge hat hervorragende Qualität.
Das Trinkwasser aus dem Zittauer Gebirge hat hervorragende Qualität. © Oliver Berg/dpa

So eine Brunnenbohrung kann auch schiefgehen. "Es ist immer ein Risiko dabei, möglicherweise nicht die richtige Stelle getroffen zu haben", weiß Jens Schiffner. Würde man danebenliegen, wäre auch ganz schnell mal eine sechsstellige Summe in den Sand gesetzt. Beim Oberlausitzer Wasserversorger Sowag ist Schiffner der Wassermeister. Und der nächste Brunnen, den er bauen wird, soll auf keinen Fall in den Sand, sondern in Jonsdorfer Sandstein gesetzt werden.

Der Brunnenbau in Jonsdorf gehört zu einer Millionen-Investition, die die Sowag in diesem und im nächsten Jahr im Zittauer Gebirge vorhat. Ein neuer Trinkwasserbrunnen im Jonsdorfer Hinterdorf muss her, weil der alte, 60 Meter tiefe Brunnen aus dem Jahr 1930 jetzt verschlissen und versandet ist. Eine Rekonstruktion hätte sich nicht mehr gelohnt, erklärt der Wassermeister.

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Gemeinsam mit erfahrenen Geologen ist die Stelle, an der gebohrt werden soll, auch schon gefunden: auf felsigem Sandsteingrund in einem Waldstück im Kroatzbeerwinkel. Im zweiten Halbjahr soll es losgehen. Wie tief die Bohrung in den Sandstein getrieben werden muss, müsse sich zeigen, sagt Jens Schiffner. Aus dem neue Brunnen soll das Wasserwerk im Jonsdorfer Hinterdorf gespeist werden.

Das Wasserwerk am anderen Ende des Ortes, am Fuße der Drehe, wird ebenfalls in diesem und dem nächsten Jahr umfassend saniert. Vor allem bekommt es auch eine zusätzliche Entsäuerungsanlage. Die ist nötig, um dem Trinkwasser die natürliche Kohlensäure zu entziehen, erklärt Sowag-Geschäftsführer Michael Kuba.

Das Trinkwasser aus dem Zittauer Gebirge hat eine ausgezeichnete natürliche Qualität. Man könnte es ohne jegliche Aufbereitung trinken, versichert Michael Kuba. Die Kohlensäure wird nur deshalb entzogen, weil sie mit der Zeit die Kupferrohre angreifen würde, aus denen viele Hausanschlüsse bestehen. Zum Wasserwerk an der Drehe gehört übrigens der mit 200 Metern tiefste Brunnen im Versorgungsbereich der Sowag. Insgesamt investiert das Unternehmen in Jonsdorf 1,1 Millionen Euro.

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