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2022 wieder Ring on Feier

Der Ausrichterverein Tradition und Zukunft Zittau hat sich inhaltlich und personell neu aufgestellt und geht die Vorbereitungen an.

Die ehemalige Stadtentwicklungschefin Birgit Kaiser ist jetzt im Ruhestand. Die Chefin des Vereins Tradition und Zukunft Zittau kündigt den nächsten Ring on Feier an.
Die ehemalige Stadtentwicklungschefin Birgit Kaiser ist jetzt im Ruhestand. Die Chefin des Vereins Tradition und Zukunft Zittau kündigt den nächsten Ring on Feier an. © Montage: SZ-Bildstelle

Nach der Absage für dieses Jahr soll "Ring on Feier" nun im Sommer 2022 die vierte Auflage erleben. "Wir werden im Herbst beginnen, das Festival auf die Beine zustellen", sagte Birgit Kaiser, Vorsitzende des Ausrichtervereins Tradition und Zukunft Zittau, der SZ.

Erstmals hat das Festival 2016 stattgefunden. Nach der zweiten Auflage 2017 hatte sich der Verein eine kreative Pause verordnet, zumal die Belastungen eines Festes mit 10.000 Besuchern an der Substanz eines kleinen Vereins und seiner Partner zehrt. Später dann beschloss der Verein, RoF generell nur alle zwei Jahre auszurichten. Nach der Veranstaltung 2019 wäre das 2021 wieder der Fall gewesen. Doch das Festival fiel Corona zum Opfer.

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Inzwischen hat sich der Verein personell neu aufgestellt. An die Spitze ist Birgit Kaiser, frühere Geschäftsführerin der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft und jetzt im Ruhestand, gerückt. Sie löst Ronny Hausmann, der aber auch künftig im erweiterten Vorstand mitarbeitet, und Johann Middents, der in seine Heimat zurückgekehrt ist, ab.

Auch inhaltlich hat sich der Schwerpunkt des Vereins verlagert. Bei der Gründung 1997 hatte sich der Verein den Schutz und Erhalt historischer Zittauer Häuser auf die Fahne geschrieben. Das setzte er unter anderem beim Salzhaus und dem Stadtbad um. Zudem hat er sein Vereinshaus in der Milchstraße übernommen, saniert und 2005 eingeweiht.

Später wurde der Erhalt und Schutz historischer Gebäude zum generellen Thema Stadtentwicklung aufgeweitet. Hinzu kam die Belebung der Innenstadt mit Veranstaltungen wie Ring on Feier. Nun "wollen wir die Stadt bei kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Themen unterstützen", sagte Birgit Kaiser. Der TuZZ sieht sich dabei als eine Art Dachverein, bei dem Initiative und Projekte angesiedelt werden können. Dazu gehören zum Beispiel die regelmäßige Pflege der einem Privatmann gehörenden Fleischbänke, die Weiterführung von Kulturhauptstadt-Ideen und das Dreiländer-Kulturmagazin 3mag. Dabei bildet der Verein mit reichlich 20 aktiven Mitgliedern und einem weiten Kreis Unterstützern ein Netzwerk mit verschiedenen Partnern von der Hillerschen Villa über den Oberlausitzer Kunstverein bis zu den Betreibern des Wächterhauses.

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