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Zahnarzt plant Praxis bei Mandaukaserne

Dr. Sebastian Matauschek will den Zittauer Standort an der Humboldtstraße verlassen - und damit die Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter verbessern.

Dr. Sebastian Matauschek mit dem Plan der neuen Praxis, die ab April im Gewerbegebiet Ottokarplatz errichtet werden soll.
Dr. Sebastian Matauschek mit dem Plan der neuen Praxis, die ab April im Gewerbegebiet Ottokarplatz errichtet werden soll. © privat

Noch geht es in der Praxis von Dr. Sebastian Matauschek relativ beengt zu. Die Behandlungszimmer und der Warteraum sind vergleichsweise klein. Gerade in der Corona-Zeit sei das ein Nachteil, meint der Zittauer Zahnarzt. Der 44-Jährige will seine Praxis deshalb vergrößern. Am bisherigen Standort an der Humboldtstraße ist das nicht möglich. Vielmehr soll an anderer Stelle eine neue Praxis entstehen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Mandaukaserne haben Matauscheks ein Grundstück von der Stadt erworben. Der Umzug betrifft aber nur die Zahnarztpraxis in der Humboldtstraße 14. Kersten Hanschmann, der im gleichen Gebäude eine Oralchirurgische Praxis betreibt, wird weiterhin an diesem Standort verbleiben.

Über eine Vergrößerung der Praxisräume denkt der Zittauer Zahnarzt aber nicht erst seit der Corona-Pandemie nach. Schon länger suchte er nach einer passenden Fläche. "Wir wollten in Zittau bleiben - auch wegen unserer Patienten", sagt Dr. Matauschek.

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Freie Grundstücke hätte es auch in der Innenstadt gegeben. Wegen der Bauvorschriften entschied er sich aber gegen einen Umzug direkt ins Zentrum. "Die Räume sollen so sein, wie wir sie brauchen. In der Innenstadt hätten wir unsere neue Praxis nicht so bauen können, wie wir es wollen", erklärt der Zahnarzt. Auf der Freifläche neben der Mandaukaserne kann sie ganz nach den Vorstellungen errichtet werden.

Genügend Parkplätze für Patienten

Die künftige Praxis sei trotzdem günstig, zentrumsnah gelegen. Gleichzeitig können an diesem Standort genügend Parkplätze für die Patienten geschaffen werden. Auch das wäre innerhalb des Stadtrings nur schwer möglich gewesen, meint Sebastian Matauschek.

Mit dem Umzug soll die Praxis für gehbehinderte Patienten besser erreichbar sein. An der Humboldtstraße müssen sie derzeit mehrere Treppenstufen überwinden, Patienten im Rollstuhl werden mit einem Tragestuhl in die Praxis gehoben. Am neuen Standort ist ein zweigeschossiger Flachbau geplant, in dem sich sämtliche Räume für die Patienten im Erdgeschoss befinden. Das obere Geschoss ist für die Sozialräume der Mitarbeiter und das Labor vorgesehen. In dem Neubau soll der Laborbereich größer werden. Auch die Prophylaxeabteilung wird ausgebaut.

Die Zeit, bis der Verkauf des Grundstücks abgewickelt war, haben Matauscheks für die Planung der neuen Praxis genutzt. Nun ist alles fertig und der Bau kann beginnen. "Bestenfalls geht es Anfang April los, spätestens nach Ostern", hofft Mandy Matauschek, die für das Praxismanagement zuständig ist. Aber ob dann tatsächlich die Bagger anrollen können, sei auch wetterabhängig.

2022 soll neue Praxis bezogen werden

In einem Jahr - so die Planung - könnte die neue Praxis bezogen werden. Die Grundausstattung werde erneuert, die Behandlungsstühle ziehen mit in dem Neubau. Als Sebastian Matauschek seine frühere Praxis in Neugersdorf aufgelöst hatte, spendete er die noch voll funktionstüchtige Ausstattung der beiden Behandlungszimmer und des Röntgenraumes einem Kinderkrankenhaus in der Ukraine.

2015 gab er die Zweitpraxis in der Oberlandstadt auf, nachdem er zwei Jahre zuvor die Zittauer Zahnarztpraxis von Dr. Rainer Hanschmann an der Humboldtstraße übernommen hatte. Zwei Praxen gleichzeitig zu leiten und immer zwischen beiden Standorten hin und her zu pendeln, war auf Dauer nicht zu bewältigen. Einen angestellten Arzt für die Neugersdorfer Praxis zu finden, war seinerzeit erfolglos geblieben.

Auch jetzt sucht Dr. Sebastian Matauschek wieder Verstärkung - egal ob als angestellter Zahnarzt oder Praxispartner. Unabhängig davon schließen Matauscheks eine Vergrößerung ihres Teams nicht aus. Aktuell beschäftigt der Zittauer Zahnarzt elf Mitarbeiter. Dazu gehören die Zahntechniker, die im hauseigenen Labor den Zahnersatz für die Patienten anfertigen. Es sei ein großer Vorteil, findet Dr. Matauschek, wenn Patient, Zahnarzt und Zahntechniker in einem Haus sind. Diese Erfahrung hatte er von seiner Tätigkeit in der Schweiz mitgebracht und bei der Übernahme der Zittauer Praxis umsetzen können.

Der heute 44-Jährige war nach seinem Zahnmedizinstudium in Dresden und einer zweijährigen Ausbildungsassistenz in der väterlichen Praxis 2004 in die Alpenrepublik gegangen. Drei Jahre später zog es ihn wieder zurück in die Heimat, wo er die Praxis des Vaters in Neugersdorf weiterführte.

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