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Zittau

Mit bunten Bändern gegen Hakenkreuze

Die Initiative "Zittau ist bunt" will am Sonnabend auf dem Markt ein Zeichen setzen und bittet um Beteiligung.

So sah es am Mittwochmorgen an vielen Stellen in Zittau aus.
So sah es am Mittwochmorgen an vielen Stellen in Zittau aus. © Rafael Sampedro (Archiv)

Nachdem in der Nacht zum Mittwoch mehr als ein Dutzend Hakenkreuze an Wänden und Scheiben in Zittau gemalt wurden, will die Initiative "Zittau ist bunt" am Sonnabend von 8 bis 11 Uhr auf dem Markt ein Zeichen gegen neo-nationalsozialistische Tendenzen setzen. "Es ist uns ein Anliegen, den Menschen zu zeigen, wie vielfältig und bunt unsere Stadt ist", teilte Mitorganisatorin Nadine Linge mit. "Besonders den Betroffenen, aber auch allen anderen, möchten wir damit zeigen, dass Sie in unserer Stadt willkommen sind und, dass braun nicht die einzige Farbe in unserem Gedankengut ist." Tuomo Neumann von der Initiative sagte auf SZ-Anfrage, dass die Veranstaltung bereits beantragt und genehmigt ist. Auch die Wählervereinigung "Zittau kann mehr" hat sich der Aktion laut Annekathrin Kluttig, Vorstandsmitglied und Stadträtin, angeschlossen.

Am Sonnabend sollen die Bäume am Marktbrunnen bunt geschmückt werden. "Alle Menschen sind dazu eingeladen, Selbstgebasteltes, Anhänger, Bänder … an die Bäume zu hängen", so Nadine Linge. "Dabei ist es wichtig, die Corona-Regeln zu berücksichtigen und natürlich die wunderschönen Bäume nicht zu verletzten."

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Die Initiative "Zittau ist bunt" wird eigenen Angaben zufolge unter anderem unterstützt von den Parteien Die Linke, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Partei, vom Gerhart-Hauptmann-Theater, vom Studentenrat der Hochschule sowie von verschiedenen Vereinen, Initiativen und Läden. Sie hat bereits mehrfach öffentlich Aktionen in Zittau für mehr Vielfalt und Toleranz gestartet.  (SZ/tm) 

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