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Angebliches Kannibalen-Haus als „Schlachtmuseum“?

In einer Pension im Osterzgebirge wird ein Mann vermutlich auf Verlangen getötet. Jetzt kündigt die Tierrechtsorganisation PETA an, das Haus kaufen und umbauen zu wollen.

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© dpa

Gimmlitztal/Gerlingen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erwägt, die als „Kannibalen-Haus“ bekannt gewordene Pension im sächsischen Gimmlitztal zu kaufen, um dort ein „Schlachtmuseum“ zu eröffnen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die am Donnerstag von der Organisation verschickt wurde.

Der bizarre Mordfall im Osterzgebirge

In diesem Haus in Reichenau betreibt der mutmaßliche Täter eine Pension.
In diesem Haus in Reichenau betreibt der mutmaßliche Täter eine Pension.
Offenbar tötete der LKA-Beamte hier den 59-Jährigen aus Hannover.
Offenbar tötete der LKA-Beamte hier den 59-Jährigen aus Hannover.
Der mutmaßliche Täter hat in einer Vernehmung darauf hingewiesen, den Mann im Garten vergraben zu haben.
Der mutmaßliche Täter hat in einer Vernehmung darauf hingewiesen, den Mann im Garten vergraben zu haben.
Im Garten fanden Polizisten tatsächlich Leichenteile des Opfers.
Im Garten fanden Polizisten tatsächlich Leichenteile des Opfers.
Der Garten wird komplett umgegraben.
Der Garten wird komplett umgegraben.
Ein Beamter auf Spurensuche.
Ein Beamter auf Spurensuche.
Die Pension, aus der Luft fotografiert. Das Grundstück liegt abgeschieden im Osterzgebirge.
Die Pension, aus der Luft fotografiert. Das Grundstück liegt abgeschieden im Osterzgebirge.
Die Pension wurde zum Tatzeitpunkt renoviert. Daher bleib der Mord zunächst offenbar unbemerkt.
Die Pension wurde zum Tatzeitpunkt renoviert. Daher bleib der Mord zunächst offenbar unbemerkt.
Polizeibeamte auf dem komplett abgeriegelen Grundstück.
Polizeibeamte auf dem komplett abgeriegelen Grundstück.
Im Internet hatten sich das spätere Opfer und der mutmaßliche Täter kennengelernt. Das Portal "Zambian Meat" gilt als Seite, auf der sich Menschen mit kannibalistischen Neigungen austauschen und verabreden.
Im Internet hatten sich das spätere Opfer und der mutmaßliche Täter kennengelernt. Das Portal "Zambian Meat" gilt als Seite, auf der sich Menschen mit kannibalistischen Neigungen austauschen und verabreden.

Die ehemalige Pension in einem Ortsteil von Reichenau wurde den Fall eines LKA-Beamten bekannt, der laut derzeitigem Ermittlungsstand einen Mann im Internet kennengelernt und diesen in seiner Pension getötet und zerstückelt hatte. Kannibalimus konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Das durch den Kriminalfall bekannt gewordene Wohnhaus steht zum Verkauf und könnte für PETA „ein perfekter Schauplatz sein, um der Öffentlichkeit das Thema Schlachten durch Aufklärung und zugleich selbst zu erfahrene Praxisnähe hautnah darzustellen“, so der Wortlaut des Pressetextes. Den Besuchern solle „vermittelt werden, wie Tiere leiden, wenn sie zur Produktion von Nahrung in engen Ställen oder Boxen gehalten werden, um dann nach kurzer Lebenszeit in Gefangenschaft getötet zu werden.“

Warum die Organisation das Haus, in dem wahrscheinlich ein Mensch von einem Menschen umgebracht wurde, als Ort für ein Museum zum Thema tierisches Leiden nutzen möchte, erkärt Dr. Tanja Breining von PETA auf Anfrage der Sächsischen Zeitung so: „Das Haus ist ein Ort, der darauf aufmerksam macht, dass jeden Tag nicht nur Menschen getötet werden - tagtäglich sterben auch tausende Tiere auf brutale Weise.“ (szo)