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Hier entsteht Bautzens neuer Skatepark

An der Anlage im Stadtteil Gesundbrunnen gab's jetzt ein Baustellenfest. Worauf sich die künftigen Nutzer nun am meisten freuen.

Der neue Skatepark im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen nimmt Gestalt an: Landschaftsarchitekt Lukas Merkel, hier am sogenannten „Pool“, freut sich über den Baufortschritt.
Der neue Skatepark im Bautzener Stadtteil Gesundbrunnen nimmt Gestalt an: Landschaftsarchitekt Lukas Merkel, hier am sogenannten „Pool“, freut sich über den Baufortschritt. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. An diesem Mittwochnachmittag konnten die Bautzener Jugendlichen bei einem kleinen Fest schon erste Elemente der neuen Skateanlage in Gesundbrunnen erkennen. Ende November sollen die Betonarbeiten an der "coolsten Baustelle der Stadt", wie sie die Mobile Jugendarbeit Pro Chance nennt, abgeschlossen sein.

Die Jugendlichen haben selbst mitgewirkt

Sarah Lee freut sich auf die neue Skatanlage. Sie fährt seit vier Jahren Skateboard und inzwischen auch mit dem BMX-Rad und Scooter. Doch die Elfjährige hatte keine richtige Fläche für ihr Hobby. Der neue Skatepark kommt ihr da gerade recht. Sie und ihr Kumpel Ben sind sich einig: Am meisten freuen sie sich auf den „Pool“.
Das Herzstück der Anlage, an dessen Wänden die Jugendlichen hochfahren und Tricks üben können, ist bereits ausgehoben. Treppen und Geländer für Skater und BMX-Fahrer sind ebenfalls erkennbar.

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Auch Jason ist gespannt auf den neuen Skatepark in der Nähe des Gesundbrunnenrings. Der 15-Jährige war von Anfang an mit anderen Jugendlichen in das Projekt involviert. Er hat Pläne begutachtet und war sogar bei einer Sitzung mit dem Architekten dabei.
Sophia Delan von Pro Chance Bautzen begleitet die Jugendlichen. "Der Platz in Gesundbrunnen wurde nur noch zum Abhängen genutzt", sagt die Jugendarbeiterin. Die Anlage war marode und zu unsicher für die Skater und BMX-Fahrer.

Bautzener Skater planen Wettbewerbe

Delans Kollege Benno Auras ist sich jedoch sicher, dass der Sport immer noch sehr beliebt ist. „Es lag also auf der Hand, hier was Vernünftiges zu machen.“ Auras richtet seinen Dank auch an Kirsten Schönherr von der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB). Sie habe einen großen Teil zum Gelingen des Projektes beigetragen. Die BWB agiert als Bauherrin für die Anlage.

Benno Auras denkt bereits über Wettbewerbe mit tschechischen oder polnischen Skatern nach. Er ist sich sicher, dass der neue Skatepark große Strahlkraft haben wird, auch weit über Bautzen hinaus. Der Vorsitzende des Vereins „Bautzen rollt“ stimmt dem zu. „In Ostsachsen ist das, was hier entsteht, unvergleichlich“, sagt Marcel Flakowski. Da könne selbst Dresden derzeit nicht mithalten. Flakowski und seine Mitstreiter freuen sich darauf, befreundete Skater aus anderen Städten bald in Bautzen begrüßen zu können. "Vielleicht ist schon eine spontane Weihnachtssession möglich.“ Das hänge aber auch von den Witterungsbedingungen ab.

Bauarbeiten könnten Ende November beendet sein

Sollte es keinen überraschenden Wintereinbruch geben, könnten die Arbeiten dem eng gestrickten Terminplan entsprechend beendet werden, ist Lukas Merkel zuversichtlich. Der Landschaftsarchitekt von der Firma Endboss ist für die Planung und Bauüberwachung zuständig. Er ist zufrieden: Das 3D-Modell, das seine Firma entworfen hat, werde beinahe perfekt umgesetzt.

Den Anfang hatte die Straßen- und Tiefbau GmbH aus Niesky mit Angleichungen der Fläche gemacht. Am 16. September war dann Baubeginn. Wenn alles gut geht, sind die Betonarbeiten der Regensburger Firma Goodcrete Construction Ende November beendet. Dann sind im nächsten Jahr nur noch Grünflächen und der letzte Feinschliff dran.

Darüber freut sich auch Steffen Schönfelder von den „Bautzen Tigers“. Der Basketballclub hat neben der Skateanlage ein 3x3-Feld geplant. Die Disziplin, die auch als Streetball bekannt ist, ist seit letztem Jahr olympisch. "Die neue Anlage in Gesundbrunnen bietet eine gute Möglichkeit, den Streetball-Gedanken in die breite Masse zu tragen", sagt Schönfelder.

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