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Bautzener Luftretter über 770-mal im Einsatz

Zeitweise waren sogar zwei Hubschrauber in Bautzen stationiert. Während Corona-bedingte Flüge abnehmen, gibt es deutlich mehr Badeunfälle.

Die Bautzener Luftretter hatten bisher in diesem Jahr 773 Einsätze.
Die Bautzener Luftretter hatten bisher in diesem Jahr 773 Einsätze. © DRF Luftrettung

Bautzen. Der in Bautzen stationierte Hubschrauber „Christoph 62“ der DRF Luftrettung war im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt 606-mal im Einsatz. Davon entfielen 362 Einsätze auf die Notfallrettung und 244 auf den Transport kritisch kranker oder verletzter Patienten zwischen Kliniken, bilanziert Maren Wittmann von der DRF. 2020 wurde Christoph 62 1.527-mal alarmiert.

Bis zum 23. März stand zusätzlich noch ein weiterer Rettungshubschrauber an der Station Bautzen zur Verfügung. Christoph 114 habe zur Entlastung bei Notfalleinsätzen beigetragen, um bei Christoph 62 freie Kapazitäten für die Verlegungen von Covid-19-Patienten zu schaffen. Er war 167-mal im Einsatz.

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Badegäste können bei Rettung helfen

Darüber hinaus, informiert die DRF Luftrettung, sei in den letzten Wochen in Deutschland ein Anstieg von Einsätzen bei Badeunfällen zu verzeichnen gewesen. Die Luftretter appellieren daher an die Mithilfe der Badegäste. „Verlassen sie das Wasser sofort, wenn sich ein Hubschrauber nähert, da uns dies erheblich bei der Lokalisierung Hilfesuchender im Wasser hilft. Zudem trägt es auch zu Ihrer eigenen Sicherheit bei", so Andreas Helwig, Pilot der DRF Luftrettung und selbst immer wieder bei Badeunfällen im Einsatz.

Auch bei einer möglichen Landung können Badegäste unterstützen, indem sie die Liegeflächen schnell räumen und keine Gegenstände zurücklassen, erklärt Andreas Helwig. "So ermöglichen sie eine zügige Landung direkt an der Einsatzstelle und können mithelfen, bei Ertrinkungsunfällen Leben zu retten.“

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Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kam es allein im August 2020 zu einem Rekordanstieg von 117 Todesopfern bundesweit. Für dieses Jahr befürchte die Rettungsorganisation sogar mehr Probleme und Zwischenfälle als bereits in der Saison 2020. "Bedingt durch die Corona-Pandemie steht für viele Menschen wieder ein innerdeutscher Urlaub auf dem Programm. Damit verbunden sind oftmals Ausflüge an unbewachten Flüssen und Seen", so Maren Wittmann von der DRF Luftrettung. (SZ)

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