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Auto nach Verfolgungsjagd im Steinbruch gefunden

Zwei Golf-Fahrer waren im Bautzener Oberland vor einer Polizei-Streife geflohen. Nachdem ein Auto steckengeblieben war, wurde das zweite nun geborgen.

Der nach einer Verfolgungsjagd im April gesuchte VW Golf wurde nun von der Polizei aus einem Steinbruch in Schirgiswalde geborgen.
Der nach einer Verfolgungsjagd im April gesuchte VW Golf wurde nun von der Polizei aus einem Steinbruch in Schirgiswalde geborgen. © Lausitznews/Toni Lehder

Obergurig/Schirgiswalde. Es war eine größere Verfolgungsjagd, die sich Beamte der Polizei in der Nacht vom 7. zum 8. April im Bautzener Oberland mit zwei VW Golf lieferten. Diese entzogen sich damals der Kontrolle und flüchteten. Für ein Fahrzeug endete die Verfolgung am Mönchswalder Berg. Das zweite Fahrzeug flüchtete. Nun hat die Polizei das Auto im Steinbruch am Lärchenberg in Schirgiswalde gefunden.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen hatten sich die Hinweise verdichtet, dass der fehlende Golf III im genannten Steinbruch versenkt wurde, wie die Polizei mitteilt. Polizisten der Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei aus Leipzig rückten am Montag an, um das Fahrzeug zu suchen. Am Vormittag fanden sie das Fahrzeug in etwa 12 Metern Tiefe. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Schirgiswalde wurde der rote Golf geborgen. Die Polizei stellte das Fahrzeug als Beweismittel sicher.

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Fahrer flüchteten vor Polizeikontrolle

In besagter Nacht im April verfolgte kurz vor Mitternacht eine Streife des Bautzener Reviers in Schrigiswalde-Kirschau einen roten VW Golf II und einen dunklen VW Golf III. Die Autos waren durch eine auffällige Fahrweise ins Visier der Beamten geraten. Sie entschlossen sich, zunächst den alten, nicht für den Straßenverkehr zugelassenen Zweier-Golf mit drei Insassen zu kontrollieren, der hinter dem Dreier-Golf fuhr. "Die jugendlichen Fahrer hatten jedoch nicht die Absicht anzuhalten und beschleunigten ihre Autos", berichtete Anja Leuschner von der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz.

Mit Blaulicht, Sondersignal und der Aufforderung „Stopp Polizei“ machten die Polizisten auf sich aufmerksam und blieben an den Pkw dran. Plötzlich ordnete sich der Golf III zwischen dem Polizeiauto und dem flüchtenden Fahrzeug ein. "Der Fahrer versuchte, durch gezielte Fahr- und Bremsmanöver den Funkstreifenwagen an der Verfolgung zu hindern und diesen mehrfach abzudrängen. Nur durch geschulte Fahrmanöver konnten die Polizisten einen Unfall verhindern", beschrieb die Polizeisprecherin. Anschließend trennten sich die flüchtenden Fahrzeuge. Trotz des zügigen Einsatzes weiterer Streifen des Reviers entkam der Dreier-Golf zunächst unerkannt.

Dokumente im Auto zurückgelassen

Am Zweier-Golf blieben die Beamten durch mehrere Orte dran. Über Wilthen und Irgersdorf ging die Fahrt nach Schwarznaußlitz, dann über teilweise unbefestigte Wege bis zum Mönchswalder Berg. Dort endete die Flucht dann auf einem Waldweg vor einem querliegenden Baum. Die drei Insassen rannten unerkannt zu Fuß in den Wald davon.

Mit Hilfe gesicherter Spuren sowie im Auto gefundene Dokumente ermittelten die Beamten noch in der Nacht einen 19-jährigen Deutschen, der nicht im Besitz eines Führerscheins ist, als Fahrer des Wagens. Auch die weiteren Insassen und der Fahrer des Golf III, ein 20-jähriger Mann aus dem Landkreis Bautzen, konnten inzwischen ermittelt werden. Die beiden Männer, die am Steuer saßen, werden sich nun unter anderem wegen des Verdachtes eines verbotenen Autorennens und wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten müssen, hatte die Polizei im April mitgeteilt. (SZ)

Dieser Beitrag wurde am 10.05.2021 um 16.06 Uhr aktualisiert.

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