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Tschüss, Jan Fedder

28 Jahre spielte er im "Großstadtrevier". Im Michel verneigte sich Hamburg jetzt vor dem Jung "mit dem großen Herzen und dem Sinn für Gerechtigkeit".

Letztes Polizei-Geleit für Jan Fedder: Nach der Trauerfeier für den Schauspieler wird der Wagen mit seinem Sarg bei der Fahrt durch die Stadt von einer Motorradeskorte begleitet.
Letztes Polizei-Geleit für Jan Fedder: Nach der Trauerfeier für den Schauspieler wird der Wagen mit seinem Sarg bei der Fahrt durch die Stadt von einer Motorradeskorte begleitet. © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg. Hamburg sagt Tschüss: In einer bewegenden Trauerfeier haben Familie, Freunde und Fans am Dienstag im Michel Abschied von Schauspieler Jan Fedder genommen. Zu der Feier im Wahrzeichen der Hansestadt waren auch zahlreiche Prominente gekommen, darunter TV-Koch Tim Mälzer, die Sänger Klaus Meine und H.P. Baxxter, die Schauspielgrößen Uschi Glas, Michaela May, Heinz Hoenig, Claude-Oliver Rudolph und Axel Milberg. Auch die Kollegen der Fernsehserien "Großstadtrevier", "Neues aus Büttenwarder" und aus dem Film "Das Boot" erwiesen dem einstigen Weggefährten ihre Ehre.

Der Altarraum war mit roten Rosen geschmückt, seine Lieblingsblumen. Links und rechts stand jeweils ein großes Schwarz-Weiß-Foto von dem Fernsehstar. Seine Ehefrau Marion Fedder saß in der ersten Reihe, neben ihr sein guter Freund Jörg Pawlik, Produzent des "Großstadtreviers".

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Hauptpastor Alexander Röder lobte Jan Fedders "großes Herz und seinen Sinn für Gerechtigkeit". "Jan Fedder war in seinen Rollen gerade darum ein Sympathieträger, weil er nicht makellos war und nicht glatt und geschliffen redete", sagte Röder. "Mit ihm ist ein großer Volksschauspieler gegangen, der nicht nur beliebt war, sondern geliebt wurde und über seinen Tod hinaus geliebt werden wird." ARD-Programmdirektor Volker Herres sagte: "Jan war eigen. Seine Authentizität, seine Glaubwürdigkeit, - das ist das Geheimnis seiner überragenden Beliebtheit."

In der Hamburger Kirche Sankt Michaelis (Michel) findet die Trauerfeier für den im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorbenen Schauspieler Jan Fedder statt. 
In der Hamburger Kirche Sankt Michaelis (Michel) findet die Trauerfeier für den im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorbenen Schauspieler Jan Fedder statt.  © Daniel Reinhardt/dpa

Jan Fedders Ehefrau Marion nahm mit bewegenden Worten Abschied von ihrem Mann: "Mein geliebter Jan, das ist der schwerste Gang, den ich je machen musste. Du warst meine Familie, mein Mann, mein Fels, mein engster Vertrauter, mein alles", sagte sie. "Nun muss ich dich auf deine letzte Reise schicken, einmal noch über die Reeperbahn - das hast Du dir gewünscht - und dann heißt es schlafen eine lange, lange Zeit. Endlich Ruhe haben und träumen von all den schönen Dingen, die du erlebt hast. Mein geliebter Jan, schlaf gut." Zum Abschluss ihrer Rede im Michel gab es Applaus.

Fedder hatte sich eine Trauerfeier im Michel gewünscht. Hier wurde er getauft, konfirmiert und getraut. Am Dienstag wäre der beliebte Schauspieler, der am 30. Dezember nach langer Krankheit starb, 65 Jahre alt geworden. 

Die Trauerfeier im Michel wird auf einer Leinwand für die Fans draußen übertragen. 
Die Trauerfeier im Michel wird auf einer Leinwand für die Fans draußen übertragen.  © Daniel Reinhardt/dpa

Mit seiner unverwechselbaren Stimme und Akzent hatte er norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen gemacht - als Polizist Dirk Matthies im "Großstadtrevier" und als Bauer Brakelmann in der Serie "Neues aus Büttenwarder". Auch für vier Siegfried-Lenz-Verfilmungen stand er vor der Kamera.

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Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) übertrug die Trauerfeier live im Fernsehen und hatte für die Fans vor der Kirche eine Großbildleinwand aufgebaut. Am Ende der Trauerfeier trugen Polizisten den Sarg zum Leichenwagen, der anschließend eine Runde über die Reeperbahn drehte. (dpa)

Jan Fedder, der vor allem als Polizist im "Großstadtrevier" bekannt wurde, war im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben. 
Jan Fedder, der vor allem als Polizist im "Großstadtrevier" bekannt wurde, war im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben.  © Fabian Bimmer/dpa