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Chemnitz

Chemnitz: Anklage zurückgezogen

Der irakische Dolmetscher, der einen Tatzeugen der Messerattacke bedroht haben soll, wird vorerst doch nicht angeklagt. Das gab die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekannt. 

Symbolbild. © dpa-Zentralbild

Chemnitz. Im Zusammenhang mit dem Prozess zur Chemnitzer Messerattacke hat die zuständige Staatsanwaltschaft die erst kürzlich erhobene Anklage gegen einen Dolmetscher wieder zurückgezogen.

 "Es sind noch weitere Ermittlungen notwendig", sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Details wollte sie mit Blick auf das laufende Verfahren gegen den in der Messerattacke Tatverdächtigen nicht nennen.

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Ein Syrer steht derzeit wegen gemeinschaftlichen Totschlags vor Gericht. Der 23-Jährige soll zusammen mit einem flüchtigen Iraker am 26. August 2018 in Chemnitz einen 35-jährigen Deutschen erstochen haben.

Die Tat hatte fremdenfeindliche Übergriffe und Demonstrationen rechter Kräfte mit zahlreichen Straftaten in der Stadt ausgelöst.

Dem Dolmetscher im Prozess - laut Medienberichten ein 47 Jahre alter Iraker - wurde vorgeworfen, einen wichtigen Zeugen zur Rücknahme seiner Aussagen bei der Polizei aufgefordert zu haben.

Ende März hatte die Staatsanwaltschaft deshalb Anklage wegen versuchter Anstiftung zur Falschaussage erhoben. Nach weiteren Ermittlungen werde geprüft, ob erneut Anklage erhoben wird, hieß es am Donnerstag.