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Täter von Blitzeinbruch in Chemnitz wohl aus Berlin

Anfang April brechen mehrere Unbekannte mit einem Auto in ein Juweliergeschäft ein. Nun verdichten sich die Ermittlungen der Polizei darauf, dass die Täter aus Berlin stammen.

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Bei dem Blitzeinbruch Anfang April in ein Juweliergeschäft in Chemnitz verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Täter aus Berlin stammen.
Bei dem Blitzeinbruch Anfang April in ein Juweliergeschäft in Chemnitz verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Täter aus Berlin stammen. © Archiv/haertelpress

Chemnitz/Berlin. Für einen Blitzeinbruch mit einem Auto in ein Juweliergeschäft in Chemnitz im April sind laut Polizei vermutlich Täter aus Berlin-Neukölln verantwortlich. Die Ermittlungen der Polizei in Sachsen führten in die Hauptstadt, twitterte die Berliner Polizei am Dienstag.

"Der Kauf des Tatfahrzeugs, der Diebstahl der Kennzeichen und auch die Aktivierung der genutzten Mobiltelefone erfolgten wohl im März/April 22 in Neukölln." Die Polizei in Sachsen veröffentlichte bereits am Montag einen Fahndungsaufruf mit Videoaufnahmen und Bildern von dem Einbruch und der Flucht der vier maskierten Täter.

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Die Einbrecher fuhren am Abend des 3. April einen silbernen Mercedes-SUV mehrfach mit Anlauf und Gewalt gegen das Schaufenster des Geschäfts, bis die Scheibe zu Bruch ging. Dabei blieb der Wagen allerdings auf einem Vorsprung stecken, sodass die Täter nicht ins Geschäft kamen. Ohne Beute flüchteten sie mit einem anderen Auto.

Mercedes und Handy-Karten stammen aus Berlin

Auf den Videos ist zu sehen, wie drei Männer von dem zweiten Wagen in Richtung des Geschäfts laufen, wie der Mercedes die Scheibe rammt und wie alle vier Täter dann wieder zurückrennen und den Mercedes zurücklassen. Mehrere Bilder zeigen die maskierten Männer, nach denen gefahndet wird, aus der Nähe.

Die Polizei ermittelte auch, dass der Mercedes am 31. März in Berlin-Neukölln gekauft wurde. Zwischen dem 31. März und 3. April wurden Nummernschilder für den Wagen gestohlen. Am 2. April aktivierten die Täter Handy-Karten ebenfalls in Neukölln. In dem sichergestellten Auto fanden Polizisten unter anderem einen Feuerlöscher, der wohl zur Vernichtung von Spuren benutzt werden sollte.

Zeugen war zuvor im Ort Burkhardtsdorf südlich von Chemnitz ein abgestellter Mercedes-SUV mit den falschen Dresdner Kennzeichen aufgefallen. Sie sahen auch zwei Männer, die mit dem Wagen wegfuhren, konnten sie aber nicht beschreiben.

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In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden läuft derzeit der Prozess gegen sechs junge Männer, die aus Berlin und zum Teil auch aus Neukölln stammen. Die mutmaßlichen Einbrecher sollen 2019 nach Sachsen gefahren und Diamanten im Millionenwert aus dem Museum Grünes Gewölbe gestohlen haben. (dpa)

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