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Corona-Ampel: Dresden stellt Berechnung um

Das Gesundheitsamt nutzt eine andere Formel als zum Beispiel das Robert-Koch-Institut, um die Ampelfarbe zu bestimmen. Das soll sich nun ändern.

Wie genau ist die Dresdner Corona-Ampel? Das Gesundheitsamt wird die Rechenformel bald ändern.
Wie genau ist die Dresdner Corona-Ampel? Das Gesundheitsamt wird die Rechenformel bald ändern. © dpa/Sebastian Kahnert, Montage: SZ

Dresden. Die Corona-Ampel steht weiterhin auf Rot. Allerdings ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die Grundlage für die Ampel ist, am Dienstag das zweite Mal in Folge leicht gesunken. 

Sie lag bei rund 63 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sechseinhalb Tage. Zur Erinnerung: Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen gilt Dresden als Risikogebiet.

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Währenddessen hat die Stadtverwaltung bekanntgegeben, die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz zu korrigieren. Denn genaugenommen sind in den vergangenen Wochen immer nur sechseinhalb Tage betrachtet worden. 

Hintergrund ist, dass das Gesundheitsamt die Inzidenz immer mittags um zwölf Uhr bestimmt. In die Rechnung fließen nur dieser halbe Tag und die sechs Tage davor ein. Damit weicht die Landeshauptstadt von der gängigen Formel der sächsischen Landesuntersuchungsanstalt und des Robert-Koch-Instituts ab.

"Harmonisierung ist in Vorbereitung"

Wie berechnet sich der Wert? Er ergibt sich normalerweise aus der Summe der gemeldeten Corona-Nachweise der letzten sieben Tage vor Meldedatum pro 100.000 Einwohner. 

Oder anders: Es werden alle gemeldeten Neuinfektionen der zurückliegenden sieben Tage addiert. Die Summe wird durch die Einwohnerzahl Dresden geteilt (563.011). Danach wird dieser Wert mit 100.000 multipliziert.

Auch die abweichende Berechnung Dresden hatte in den letzten Wochen zur Folge, dass das Land für Dresden eine andere Inzidenz angab als die Stadt selbst. Außerdem ergaben sich für mehrere Tage höhere Werte, als tatsächlich gemeldet wurden. 

Das sowie die vielen Fälle, die vom Gesundheitsamt rückwirkend bekanntgegeben wurden, führte dazu, dass Dresden schon Tage eher hätte als Risikogebiet gelten müssen. Nicht erst seit vergangenem Freitag.

„Die Harmonisierung ist angedacht und befindet sich schon in Vorbereitung“, so Frank Bauer, Leiter des Gesundheitsamtes, zur SZ. Man werde die Hintergründe zu gegebener Zeit auch noch einmal der Öffentlichkeit erläutern, und zwar dort, wo die täglichen Fallzahlen dargestellt werden – im Dashboard auf der städtischen Internetseite.

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