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Corona-Fall an Döbelner Gymnasium

Am Mittwoch gibt es insgesamt zehn neue Nachweise im Landkreis Mittelsachsen. An der Döbelner Schule läuft der Betrieb normal weiter.

Der Lehrer des Gymnasiums in Döbeln befindet sich derzeit in Quarantäne.
Der Lehrer des Gymnasiums in Döbeln befindet sich derzeit in Quarantäne. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Zwei Tage lang gab es im Landkreis keine neuen Nachweise. Am Mittwoch wurden dem Gesundheitsamt gleich zehn neue Covid-19-Fälle gemeldet. Wie das Landratsamt informierte, haben sich Anwohnern aus allen drei Altkreisen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Nachweise ist damit auf insgesamt 381 gestiegen. 

Festgestellt worden ist das Coronavirus auch bei einer Person aus dem Altkreis Döbeln. Damit ist die Zahl der Nachweise in der Region seit März auf 95 gestiegen. Betroffen ist ein Lehrer des Döbelner Lessing-Gymnasiums, wie Schulleiter Michael Höhme auf Nachfrage von Sächsische.de am Mittwoch bestätigte. 

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Lehrer vom Lessing-Gymnasium in Quarantäne

Höhme sei am Dienstag über das positive Testergebnis informiert werden. Daraufhin habe er sich sofort mit dem Gesundheitsamt in Verbindung gesetzt, das in diesem Fall zuständig sei. „Das Gesundheitsamt hat sich die Abläufe in der Schule angeschaut und eingeschätzt, wie die Kontakte verlaufen sind“, äußerte sich Höhme. 

Peggy Zill, Pressereferentin am Landratsamt Mittelsachsen, bestätigte dies. „Das Gesundheitsamt hat den Betroffenen und das Gymnasium kontaktiert.“ Es seien der Stundenplan sowie die Aufenthaltsorte des Lehrers ermittelt worden. Dabei sei festgestellt worden, dass es keine engen Kontaktpersonen der Kategorie 1 gegeben habe, so Zill weiter.

Das Gesundheitsamt habe eingeschätzt, dass es sich bei den Schülern und Lehrern, die mit dem Lehrer in Kontakt standen, nach Einteilung des Robert-Koch-Institutes um Kontaktpersonen der zweiten Kategorie handele. Bei denen bestehe ein geringes Infektionsrisiko. „Die Schüler und ihre Eltern sind informiert worden“, sagte Höhme. Tests seien nicht durchgeführt worden. Die Kontaktpersonen sollten nun auf Symptome achten. „Wer Symptome entwickelt, ist verpflichtet, sich unverzüglich beim Arzt und beim Gesundheitsamt zu melden“, erklärte Peggy Zill.

Der Lehrer befindet sich in Quarantäne. Er sei in dieser Woche noch nicht in der Schule gewesen und habe sich aufgrund von Symptomen testen lassen, sagte Höhme. Der Unterricht werde zum Teil mit Vertretungen abgedeckt, teilweise werde es auch Ausfälle geben. Über die konkrete Verhaltensweise werde das Gymnasium nach Angaben der Pressreferentin zeitnah noch vom Gesundheitsamt in Kenntnis gesetzt.

Fünfter Schüler mit Corona infiziert

Positiv getestet worden sind zudem fünf Bewohner des Altkreises Mittweida. Die Gesamtzahl der Nachweise dort beträgt damit aktuell 113. In dem Bereich ist zudem ein weiterer Schüler der Grundschule in Langenleuba-Oberhain bei Penig positiv getestet worden, informierte Pressereferentin Peggy Zill vom Landratsamt. 

In der Einrichtung waren am Montag alle Schüler getestet worden, nachdem dort bei bereits vier anderen Kindern eine Erkrankung mit Covid-19 festgestellt worden war. Die Ergebnisse der knapp 100 Test liegen inzwischen alle vor, äußerte sich Peggy Zill. Alle Schüler, Lehrer und Erzieher der Einrichtung befinden sich derzeit in Quarantäne. Die Schule bleibt nach Angaben der Stadtverwaltung Penig bis zum 22. September geschlossen.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Auch im Altkreis Freiberg wurden neue Infektionen mit dem Virus festgestellt. Hier sind vier Personen betroffen. Die Gesamtzahl der positiven Testergebnisse beträgt damit im Raum Freiberg 173. 

Rund 150 Abstriche in Verbindung mit Klinik Mittweida

Knapp 150 Abstriche sind bis Dienstag in Verbindung mit den beiden positiv getesteten Mitarbeitern am Krankenhaus in Mittweida genommen worden. Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass es Corona-Fälle beim Personal der Klinik gibt. 

"Alle Kontaktpersonen sind mindestens einmal getestet worden und es sind keine weiteren positiven Fälle bisher aufgetreten", äußerte sich Peggy Zill am Dienstag. Zudem sei in den Hochrisikobereichen der Klinik flächendeckend getestet worden. Sowohl am Montag als auch am Dienstag habe es weitere Abstriche gegeben. Noch bis mindestens Mitte der kommenden Woche würden weitere Tests durchgeführt. 

"Die Patientenversorgung ist trotzdem jederzeit gewährleistet und eine Schließung des Hauses für Besucher wird aktuell nicht angestrebt", informierte Peggy Zill. 

Über 1.800 Mittelsachsen bisher in Quarantäne

Knapp 260 Mittelsachen befinden sich derzeit als Infizierte oder Kontaktperson in Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie sind vom Gesundheitsamt 1.840 entsprechende Bescheide erstellt worden. Wie Peggy Zill sagte, haben 1.576 Personen die Quarantäne inzwischen wieder verlassen. 

Inzwischen sind, rein rechnerisch, 328 Mittelsachsen von einem Infekt mit dem Virus wieder genesen. 

Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 16. September, um 16.06 Uhr aktualisiert. 

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