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Wo Sie sich testen lassen können

Die Johannisapotheke Zittau führt Corona-Tests durch - als eine von vier Apotheken im Kreissüden. Apotheker Henrik Wintzen will das Angebot noch erweitern.

Henrik Wintzen bietet in der Johannisapotheke in Zittau Corona-Tests an.
Henrik Wintzen bietet in der Johannisapotheke in Zittau Corona-Tests an. © Matthias Weber/photoweber.de (Archiv)

Rezepte annehmen, aufklären über Nebenwirkungen und Medikamente ausreichen - das sind die Kernaufgaben von Henrik Wintzen und seinen Mitarbeitern der Zittauer Johannisapotheke. Seit etwa zwei Wochen übernehmen sie eine weitere Aufgabe: Sie testen auf das Coronavirus. Gerade für Berufspendler aus Tschechien und Polen ist das wichtig - seit Montag müssen sie sich regelmäßig einem Corona-Test unterziehen.

40 bis 50 Kunden werden täglich in der Johannisapotheke überprüft, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das seien nicht alles Berufspendler, erklärt der Apotheker. Auch private Gründe spielen eine Rolle, sich testen zu lassen. Wenn beispielsweise eine Operation bevorsteht oder Kunden einen Verwandten im Altenheim besuchen wollen.

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"Nicht alle Heime führen eigene Tests durch", weiß Henrik Wintzen. Einige Senioreneinrichtungen testen direkt vor Ort. So wie das Caritas-Altenpflegeheim "St. Antoni Stift" in Ostritz. Bevor die Besucher die Einrichtung betreten, müssen sie einen Corona-Test absolvieren. Erst wenn ein negatives Ergebnis vorliegt, können sie in den extra eingerichteten Besucherraum.

48 Stunden gültig - für Berufspendler noch länger

Der Corona-Test, den Henrik Wintzen durchführt, kostet 20 Euro und ist 48 Stunden gültig. Bei Berufspendlern gilt er sieben Tage - sie müssen sich einmal in der Woche testen lassen.

Die Anmeldung für einen Corona-Test erfolgt telefonisch. "Sie ist in allen vier Apotheken möglich", erklärt Henrik Wintzen, der neben der Johannisapotheke auch Apotheken in Olbersdorf, Seifhennersdorf und Oderwitz betreibt. Die Tests werden aber nur in Zittau vorgenommen. "Wir überlegen, ob wir noch in weiteren Apotheken testen", berichtet Wintzen. Am ehesten käme dafür die Marien-Apotheke in Seifhennersdorf infrage.

Er wolle noch abwarten, ob die Nachfrage weiter ansteigt. In den zurückliegenden zwei Wochen hat sie weiter zugenommen - auf die besagten 40 bis 50 Tests am Tag.

Neben der Johannisapotheke führen laut Sachsens Sozialministerium auch die Alte Apotheke in Löbau und die Kreuz-Apotheke in Ebersbach-Neugersdorf Corona-Tests durch. Nach SZ-Informationen bietet auch die Löwen-Apotheke in Zittau Corona-Tests an. Außerdem hat in Zittau am Mittwoch ein privates Testzentrum in der Turmhalle an der Kantstraße eröffnet, das täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet hat und bei dem sich jeder für 30 Euro testen lassen kann.

Tests auch kurzfristig möglich

Ein Corona-Test in der Johannisapotheke ist innerhalb der regulären Öffnungszeiten - Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr - möglich, und das auch kurzfristig. "Anfang und Ende der Woche ist immer mehr los als an den anderen Tagen", weist Wintzen hin.

Dass sie mit anderen Kunden der Apotheke in Kontakt kommen, müssen die Testpersonen nicht befürchten. Sie betreten über den Seiteneingang die Apotheke und werden in einem separaten Raum, der vorher als Büro diente, getestet.

Auch bei Ärzten kann man sich bei Bedarf auf das Coronavirus testen lassen. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) kann jeder Haus- und Facharzt einen Test durchführen. Ob dies auch jede Praxis macht, darüber gibt es bei der KVS keine Übersicht. Patienten mit Symptomen sollten sich zuerst immer an ihren Haus- oder Kinderarzt wenden, der gegebenenfalls einen Kollegen empfiehlt, wenn er selbst keine Corona-Tests vornimmt.

Berufspendler aus den Nachbarländern müssen sich aber weiter an Apotheken wenden, da sie in der Regel keinen eigenen Hausarzt im Landkreis haben.

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