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Corona: Das sollten Sie beim Einkaufen wissen

Der Gastronomiebetrieb schließt, in Supermärkten gilt: Ein Kunde pro zehn Quadratmeter. Wie Aldi, Rewe und Co. die neuen Regeln umsetzen.

Im Elbepark sind die Sitzbereiche vor den Gastro-Einrichtungen wie in den anderen Shoppingmalls abgesperrt.
Im Elbepark sind die Sitzbereiche vor den Gastro-Einrichtungen wie in den anderen Shoppingmalls abgesperrt. © Sven Ellger

Dresden. Der neue Lockdown ist in Kraft. Zwar müssen Shopping Malls und Supermärkte nicht schließen, aber auch dort gelten seit Montag einige neue Regeln.

Essen nur außerhalb der Shopping Malls

In der Centrum-Galerie wurden bei allen Gastronomieanbietern die Sitzflächen abgesperrt und die Restaurants zu Essensausgaben umfunktioniert. Diese bieten nur noch "Essen to go" an. Im Klartext heißt das: Gegessen werden darf nur außerhalb der Centrum-Galerie. 

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Fast alle Sitzplätze wurden gesperrt, nur einige wenige sind im Untergeschoss der Shopping Mall geblieben, aber diese seien nicht zum Essensverzehr gedacht, sagt Galeriemanager Jürgen Wolf. Entsprechende Schilder wiesen darauf hin.

Die einzelnen Geschäfte dürfen nur noch so viele Kunden hereinlassen, wie ihre Grundfläche es zulässt. Maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter ist erlaubt. Ob diese Regelung auch auf den Fluren der Mall gilt, geht aus der Sächsischen Landesverordnung nicht hervor. 

"Generell sind die Verordnungen vom Land aber eigentlich ziemlich einfach umzusetzen", sagt Wolf. Die Wartebereiche vor den Geschäften habe es zum Beispiel schon vorher gegeben.

Sein Kollege Jens Preißler von der Altmarkt-Galerie ergänzt, dass das Einkaufscenter und die einzelnen Shops bereits im April ein Hygiene- und Präventionskonzept eingeführt haben, das seither im Einsatz ist. "Zusätzlich haben unsere Händler die 10-Quadratmeter-Regel umgesetzt, wobei auch hier die meisten Händler dies nicht wirklich abgeschafft hatten." Die meisten Gastronomen böten nunmehr eine Abholmöglichkeit oder einen Lieferservice an.

Der Elbepark bietet 80.000 Quadratmeter Fläche, die derzeit bei weitem nicht voll sind.  In den Läden gibt es Einlasskontrollen, davor sind Wartezonen mit Bodenmarkierungen für den Abstand eingerichtet, sagt Centermanager Gordon Knabe. 

Die Maskenpflicht gilt im Elbepark in allen Bereichen, es gibt Einbahn-Markierungen auf dem Boden, Desinfektionsmittel stehen bereit, Wachleute kontrollieren regelmäßig. Wie in den anderen beiden Shopping-Malls sind die Sitzbereiche vor den gastronomischen Anbietern gesperrt. Außer Haus-Verkauf läuft aus Abholfenstern.

Supermärkte: Abgezählte Einkaufswagen

In Supermärkten werden die Vorschriften vor allem über abgezählte Einkaufswagen geregelt, wie bei Aldi Nord. "Unsere Kunden bitten wir deshalb nun auch wieder bis auf Weiteres einen Einkaufswagen zu nutzen. Das macht es für alle einfacher, den sicheren Abstand zu wahren. Und auch für unsere Marktmitarbeiter vereinfacht es den Überblick, wenn wir nur so viele Einkaufswagen ausgeben, wie sich Kunden im Markt gleichzeitig aufhalten können", sagt Pressesprecher Christian Salmen.

Wo nötig, wiesen zusätzlich eigene Mitarbeiter oder in Einzelfällen auch externe Sicherheitsdienstleister auf diese Regelungen hin. In einigen Märkten seien zudem elektronische Einlasskontrollen installiert worden.

Wie im Frühjahr bitten viele Supermärkte darum, den Laden nur mit Einkaufswagen zu betreten.
Wie im Frühjahr bitten viele Supermärkte darum, den Laden nur mit Einkaufswagen zu betreten. © Christian Juppe

"Wo der Kundenzulauf dies notwendig macht, beschränken wir den Zugang zu den Märkten", schreibt Rewe-Pressesprecher Thomas Bonrath. Dies könne sowohl durch Einlasskontrollen als auch durch die Beschränkung der Anzahl der Einkaufswagen oder Einkaufskörbe geschehen. Über die jeweilige Regelung würden die Kunden über Aushänge oder Plakate informiert.

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Ähnliche Regeln gelten bei Kaufland. Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten würden bei Bedarf darauf achten, dass nicht zu viele Kunden den Laden betreten und wiesen Kunden auf freie Kassen hin. 

"Aufgrund unserer großen Verkaufsflächen sowie den breiten Gängen können wir die geforderte Kundenanzahl sowie die Mindestabstände in unseren Filialen gut einhalten", schreibt Kaufland-Sprecherin Alisa Götzinger. Allerdings würden die Maßnahmen an jedem Kaufland-Standort etwas anders umgesetzt.

In den Dresdner Filialen des Netto Marken-Discount wird der Einlass über Einlasskontrollen geregelt, innerhalb der Filialen über eigens dafür eingesetzte Kundenbetreuer, sagt Pressesprecherin Christina Stylianou. In hochfrequentierten Filialen wird ein Ampelsystem eingesetzt.

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