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Dresden: Weniger Arbeitslose vorm Lockdown

Der Arbeitsmarkt hatte sich gerade einigermaßen erholt. Nun müssen etwa Hotels, Gaststätten, Schwimmbäder und Theater wieder schließen.

Leere Stühle, leere Betten: Das Dresdner Gastgewerbe hat seit Montag so gut wie keine Arbeit mehr.
Leere Stühle, leere Betten: Das Dresdner Gastgewerbe hat seit Montag so gut wie keine Arbeit mehr. © Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Die Zahl der arbeitslosen Dresdner ist im Oktober leicht gesunken. Laut Arbeitsagentur hatten genau 18.907 Menschen keinen Job. Das waren rund 600 weniger als im September. 

Die Arbeitslosenquote sank von 6,5 auf 6,3 Prozent und entspricht damit etwa dem Niveau vom April dieses Jahres. Zum Vergleich: Im März, als der erste Lockdown in Kraft trat, allerdings noch nicht zu Entlassungen in Größenordnungen geführt hatte, lag die Quote bei 5,5 Prozent.

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„Bereits den zweiten Monat in Folge können wir für die Landeshauptstadt einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen", sagt Agenturleiter Jan Pratzka und spricht von den besten Werten seit Beginn der Corona-Krise.  "Erfreulich dabei ist insbesondere der Rückgang der jugendlichen Arbeitslosen mit einem Minus von knapp 13 Prozent."

Zehntausende Dresdner in Kurzarbeit gewesen

Wie viele Dresdner sich aktuell noch in Kurzarbeit befinden, ist unklar, sagte eine Sprecherin der Arbeitsagentur am Montag gegenüber der SZ. Denn zunächst einmal würden die Betriebe Kurzarbeit lediglich melden. 

Viele haben das bereits im Frühjahr getan. Diese Meldung ist zwölf Monate lang gültig. Wie viele Mitarbeiter dann tatsächlich in Kurzarbeit geschickt werden, dürfen die Unternehmen bis zu drei Monate rückwirkend mitteilen. 

Somit liegen für den Herbst noch keine verlässlichen Zahlen vor. Konkrete Aussagen sind aktuell nur fürs zeitige Frühjahr möglich. So gab es im Februar 133 Kurzarbeiter in Dresden. 

Im März waren es bereits 18.267 und im April 35.359. Der durchschnittliche Arbeitsausfall betrugt 53,2 Prozent. Am stärksten betroffen waren im April die Gastronomie (5.662 Menschen), der Einzelhandel (4.008 Personen) sowie das Gesundheitswesen (1.929 Menschen). Für Mai gibt es von der Arbeitsagentur eine erste Hochrechnung, die von 31.349 Kurzarbeitern ausgeht.

14.000 Menschen arbeiten im Tourismus

Es ist davon auszugehen, dass im November wieder mehr Dresdner in Kurzarbeit geschickt werden, da seit diesem Montag Gaststätten nur noch liefern oder für den Außer-Haus-Verzehr öffnen dürfen. 

Hotels ist es bis Ende des Monats verboten, Touristen zu beherbergen. Welche Dimensionen diese Schließungen haben, zeigt ein Blick auf die Beschäftigten in dieser Branche. So sind in Dresden rund 14.000 Menschen allein in der Tourismuswirtschaft tätig, wie aus den Zahlen des Statistischen Landesamts hervorgeht. "Auch wenn die neuen Beschränkungen eine erneute Herausforderung für alle darstellen, ist die Agentur für Arbeit weiterhin telefonisch oder online erreichbar und wir werden weiterhin für alle Menschen, die unsere Hilfe benötigen unter hygienekonformen Voraussetzungen den persönlichen Zugang ermöglichen", so Pratzka weiter.

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