merken
PLUS Dresden

Dresden: Noch mehr Geld für (keine) Weihnachtsmärkte?

Striezelmarkt und Co. werden immer unwahrscheinlicher. Trotzdem soll der Dresdner Stadtrat nun weitere 400.000 Euro beschließen - für Corona-Ausgaben.

Die von der Stadt vergebenen Weihnachtsmärkte wie der auf dem Neumarkt sollen zusätzliches Geld bekommen.
Die von der Stadt vergebenen Weihnachtsmärkte wie der auf dem Neumarkt sollen zusätzliches Geld bekommen. © dpa-Zentralbild

Dresden. Im Oktober hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) 600.000 Euro zusätzlich von den Stadträten genehmigt bekommen, um coronabedingte Mehrausgaben für den Striezelmarkt leisten zu können.

Bereits als dieser Beschluss getroffen wurde, stand die Durchführung auf mehr als wackligen Füßen. Jetzt erscheint es aufgrund der Infektionszahlen nahezu aussichtslos, dass Weihnachtsmärkte stattfinden können. Die meisten Städte haben diese bereits abgesagt, in Sachsen halten Dresden und Chemnitz aber weiter daran fest. Nun soll es in Dresden sogar noch einen weiteren finanziellen Nachschlag geben - auch wenn die Märkte am Ende gar nicht stattfinden.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

550.000 Euro Extra-Kosten, um das Terrassenufer bespielbar zu machen, die Kontakte nachzuverfolgen, Sicherheitspersonal und dazu 50.000 Euro für die Elektro-Anlage für den Altmarkt. Das hatte OB Hilbert von den Stadträten eingefordert, um sich weiter an den Strohhalm klammern zu können, den Striezelmarkt durchzuführen.

Nachschlag von 400.000 Euro für die Märkte gefordert

Mittlerweile sind in Dresden sämtliche Veranstaltungen untersagt, die Weihnachtsmärkte können nicht wie geplant am 23. November starten - aber einige glauben noch, dass es irgendwann im Dezember doch noch losgehen könnte. 

Dafür fordern FDP und CDU einen Nachschlag für die fünf Märkte, die die Stadt in Konzession vergeben hat. 400.000 Euro für fünf Märkte wie am Neumarkt, der Prager Straße und der Hauptstraße. Das Geld soll für solche Mehrausgaben bereitgestellt werden wie beim Striezelmarkt.

Weiterführende Artikel

Dresdner Striezelmarkt wird vorbereitet

Dresdner Striezelmarkt wird vorbereitet

Weiterhin ist unklar, ob der Striezelmarkt stattfinden darf. Doch die Stadt zeigt sich optimistisch und lässt den Altmarkt bereits weihnachtlich dekorieren.

Striezelmarkt: Entscheidung fällt Mitte November

Striezelmarkt: Entscheidung fällt Mitte November

Wegen der Corona-Pandemie kann der Striezelmarkt in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden. Doch die Planungen laufen auf Hochtouren.

Brauchen wir dieses Jahr einen Striezelmarkt?

Brauchen wir dieses Jahr einen Striezelmarkt?

Im November ist er abgesagt, ob und wie er im Dezember stattfinden kann, steht noch in den Sternen. Was die Dresdner von den Striezelmarkt-Plänen halten.

Striezelmarkt: "Jetzt droht ein riesengroßes Loch"

Striezelmarkt: "Jetzt droht ein riesengroßes Loch"

Der Striezelmarkt-Auftakt wird bis auf Weiteres verschoben. Was machen Händler und Stollenbäcker jetzt? Und was sagen die Dresdner? Die Reaktionen im Überblick.

Pikant ist daran: FDP-Fraktionschef Holger Zastrow ist der Veranstalter des Marktes am Goldenen Reiter. Er fordert sozusagen Geld für sich selbst. Am Dienstag soll der Stadtrat darüber entscheiden. Die SPD lehnt das entschieden ab. "Herr Zastrow fordert für seine Firma städtische Zuschüsse. Das nenne ich Selbstbedienung", so SPD-Fraktionschefin Dana Frohwieser. Zudem sei Corona nicht einfach so im Dezember vorbei.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden