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Pirna: Kompromiss fürs Schulschwimmen

Weil der Unterricht lange ausfiel, sind die Becken in der Sportschwimmhalle noch leer. Doch es gibt eine Alternative.

Schwimmunterricht für Kinder: Sie ziehen jetzt vorerst im Geibeltbad-Hallenbad ihre Bahnen.
Schwimmunterricht für Kinder: Sie ziehen jetzt vorerst im Geibeltbad-Hallenbad ihre Bahnen. © Symbolfoto: dpa

Lange Zeit blieb nichts weiter übrig als Trockenübungen. Das Fach "Schwimmunterricht" ist eigentlich für Zweitklässler fest im sächsischen Lehrplan verankert. Doch Corona setzte dem schlagartig ein Ende. Weil am 2. November 2020 sämtliche Hallenbäder schließen mussten, fiel dieses Fach vorübergehend aus.

Welche Folgen das haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Vereine, beispielsweise die Abteilung Schwimmen des Sportvereins Fortschritt Pirna, sehen aber die Gefahr, dass möglicherweise eine ganze Generation von Nichtschwimmern heranwächst, zumal auch schon im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 kein Schwimmunterricht stattfand.

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Die Becken sind noch leer

Doch nun ist wieder Wasser in Sicht: Aufgrund sinkender Infektionszahlen kehren die Schulen langsam zum regulären Schulalltag zurück, dazu zählt auch der Schwimmunterricht.

Üblicherweise trainieren die Kinder aus Pirna und aus anderen Kommunen im Landkreis die Bewegungen im Wasser in der Sportschwimmhalle an der Seminarstraße. Doch auch sie blieb in den vergangenen Monaten dicht - und ist es noch immer.

Um den Erhaltungsaufwand zu minimieren, ließen die Stadtwerke Pirna das Wasser aus den Becken.

Die Becken in der Badehalle des Geibeltbades blieben hingegen dauerhaft gefüllt. So konnte inzwischen ein Kompromiss gefunden werden.

Schwimmunterricht im Geibeltbad

Die Stadtwerke, Betreiber des Geibeltbades und der Sportschwimmhalle, stellen vorläufig die Becken in der Badehalle des Geibeltbades für das Schulschwimmen zur Verfügung.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt, so das Unternehmen, dürfen Kinder der zweiten und dritten Klassen nun in die Schwimmstätte an der Rottwerndorfer Straße zum Unterricht kommen.

Das Areal der Umkleiden und auch im Hallenbereich sei wesentlich größer als in der Sportschwimmhalle. Dadurch verteile sich die Schülerzahl besser.

Dieses Angebot wird jetzt von 14 Schulen aus dem Landkreis angenommen. Vereine und Schüler höherer Klassen müssen sich allerdings noch etwas gedulden.

Die Stadtwerke planen derzeit, das Geibeltbad-Freibad am 21. Juni generell wieder für Besucher zu öffnen. Nach derzeitigem Stand können dann Besucher mit einem tagesaktuellen Test oder einem Nachweis für Genesene oder Geimpfte die Außen-Schwimmstätte wieder besuchen. Dabei müssen die Kontaktdaten der Gäste erfasst werden.

Grundwasserspiegel muss gesenkt werden

Bis dahin sind jedoch noch einige aufwendige Arbeiten zu erledigen. Um beispielsweise die Becken - insbesondere das vier Meter tiefe Springerbecken unter dem Zehnmeter-Turm - zu leeren, muss im Vorfeld der Grundwasserspiegel abgesenkt werden.

Auch das neue Befüllen sowie die Hygienekontrolle des neuen Badewassers nebst Freigabe nehmen einige Zeit in Anspruch.

Wann das Geibeltbad-Hallenbad sowie die Sportschwimmhalle wieder regulär öffnen, ist noch unklar. Weitere Infos, die stets aktualisiert werden, finden sich auf der Internetseite www.geibeltbad-pirna.de.

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