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Warum das RKI andere Corona-Zahlen hat

Die aktuellen Angaben zur Zahl der Infizierten im Kreis Görlitz differieren stark. Das ist vor allem für Reisewillige gut zu wissen.

Laut RKI brauchen Einwohner aus dem Kreis Görlitz keine Corona-Tests für Reisen an die Ostsee.
Laut RKI brauchen Einwohner aus dem Kreis Görlitz keine Corona-Tests für Reisen an die Ostsee. © Robert Michael/dpa

Wer aus einem Corona-Risikogebiet an die Ostsee fahren möchte, der braucht aktuell einen negativen Corona-Test. Gerade jetzt in den Herbstferien schauen deshalb viele gebannt auf die Entwicklung der Infektionszahlen. Die Angaben für den Landkreis Görlitz aber differieren gerade sehr stark.

Während das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz am Wochenende eine Zahl von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bekanntgegeben hat - und damit der gesamte Landkreis zum Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko geworden ist, sind die Zahlen aus dem Robert-Koch-Institut (RKI) davon noch weit entfernt.

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So lag der Landkreis Görlitz nach den Zahlen des RKI am Montag bei einem 7-Tage-Wert zwischen 25 und 50 Fällen pro 100.000 Einwohner - und damit unter der Schwelle von 50, nach der drastischere Schutzmaßnahmen in Kraft treten. Am Dienstag lag der Kreis Görlitz nur noch bei 5 bis 25 Fällen.

Die Angaben differieren aus unterschiedlichen Gründen, erklärt eine Sprecherin des RKI, nicht nur deshalb, weil durch eine längere Meldekette Daten zeitverzögert beim RKI ankommen, sondern auch, weil am Robert-Koch-Institut ein 7-Tage-Durchschnittswert ermittelt wird.

Für Einwohner, die in den Herbstferien beispielsweise einen Urlaub an der Ostsee gebucht haben, ist das eine gute Nachricht: Sie können sich auf die Angaben aus dem RKI berufen - und kommen danach nicht aus einem Gebiet mit erhöhtem Risiko. Das hat am Dienstag auch das sächsische Sozialministerium auf Nachfrage bestätigt. Einen vorsorglichen Corona-Test müssen sie also nicht machen lassen. 

Im Landkreis selbst obliegt ist es allerdings dem Freistaat und dem Landkreis, welche Verordnungen und Verhaltensregeln für die Einwohner gelten. Da gilt im Kreis Görlitz nach wie vor die Allgemeinverfügung vom 18. Oktober, die am 19. Oktober mit schärferen Regeln in Kraft getreten ist, und die unter anderem die Teilnehmerzahlen für Familienfeiern und Veranstaltungen weiter begrenzt und das Erheben von Kontaktdaten in Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen vorschreibt.

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