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So stehen die Sachsen zur Corona-Politik

Eine Umfrage zeigt: Die klare Mehrheit der Sachsen ist unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Landesregierung. Wann ist die Stimmung gekippt?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping stehen in der Corona-Pandemie besonders im Fokus.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping stehen in der Corona-Pandemie besonders im Fokus. © dpa-Zentralbild

Tendenziell steigende Infektionszahlen, unbefriedigende Fortschritte bei der Impfstrategie und Probleme bei der schnellen Beschaffung von Schnelltests - bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie läuft es an vielen Stellen nicht so wie gewünscht. Auch wenn viele Maßnahmen in der Bundespolitik entschieden werden, so sind die Menschen in Sachsen zunehmend unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung. Das zeigt eine Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet und nun ausgewertet hat.

Wir wollten wissen, wie die Sachsen das Krisenmanagement der Landesregierung bewerten. Das Ergebnis: Nur noch etwa ein Viertel (23,9 Prozent) stimmen der Corona-Politik von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und seinen Ministern zu. Rund 62 Prozent hingegen sind unzufrieden damit. Rund 14 Prozent sind bei der Frage unentschieden.

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Betrachtet man das Ergebnis der Umfrage im Zeitverlauf der vergangenen zwölf Monate ergibt sich eine weitere wichtige Erkenntnis. Demnach erreichte die Zufriedenheit mit der Corona-Politik ihren Höhepunkt bereits Anfang Oktober. Rund 63 Prozent sagten am 2. Oktober 2020, dass sie zufrieden sind mit dem Krisenmanagement der Landesregierung. Rund 24 Prozent der Sachsen waren damals unzufrieden mit der Corona-Politik.

Mit der anschließenden zweiten Corona-Welle und dem erneuten Lockdown sank die Zustimmung immer weiter. Mitte Dezember überstieg erstmals der Anteil der "Unzufriedenen" den Anteil der "Zufriedenen". Dieser Trend setzt sich bis heute fort.

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An der Umfrage wurde bisher bundesweit 260.351 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen besteht aus 629 Menschen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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