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Südafrikanische Mutation im Kreis SOE angekommen

Betroffen von der Corona-Variante sind Orte im Oberen Elbtal. Noch sind aber viele Fragen offen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. © Sven Ellger

Die südafrikanische Mutante des Corona-Virus ist im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge angekommen. Das sagte Landrat Michael Geisler (CDU) gegenüber Sächsische.de. Die Mutante bringt eine nach den bisherigen Erkenntnissen um 50 bis 75 Prozent erhöhte Ansteckungsgefahr mit sich und führt öfter zu schweren Verläufen der Covid-Erkrankung.

Die bisherigen Impfstoffe helfen zwar auch gegen die Mutante, reichen aber nicht grundsätzlich, eine Erkrankung zu verhindern. Immerhin können sie aber den Verlauf abmildern. Die ersten Mutanten-Fälle wurden in Deutschland nach dem Jahreswechsel nachgewiesen.

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Bad Schandau und Hohnstein betroffen

Laut des Landratsamtes sind insbesondere die Orte Bad Schandau, Hohnstein, Reinhardtsdorf-Schöna und Rathmannsdorf betroffen. Die Zahl der Fälle mit der südafrikanischen Mutante wird nach vorläufigen Ergebnissen auf 30 bis 40 geschätzt. In den genannten Orten sind jeweils insgesamt zwischen 11 und 29 aktive Corona-Fälle bekannt. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das aber überdurchschnittlich viel. So haben Freital 41 und Pirna 61 Fälle bei wesentlich mehr Einwohnern.

Übertragungswege bleiben unklar

Nachforschungen des Gesundheitsamtes zu den Übertragungswegen blieben bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Man gehe davon aus, dass Kitas und ein örtlicher Markt bei der Verbreitung eine Rolle gespielt haben könnten. Man habe versucht, Kita-Kinder durchzutesten, dies sei aber wegen mangelnder Zustimmung der Eltern schwierig gewesen, sagte der Landrat. Auch habe man eine Kontrolle der Hygiene am und im Markt veranlasst, ohne dass dabei Verstöße aufgefallen wären.

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Allerdings wurden dort auch Kunden aus Tschechien angetroffen, die wohl keinen triftigen Grund hatten, sich in Deutschland aufzuhalten. An den Grenzen werde aber nur sporadisch kontrolliert, hieß es vom Landratsamt.

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