merken
Deutschland & Welt

Viele haben unbemerkt Corona

Forscher haben herausgefunden, wie viele Menschen unwissentlich mit dem Coronavirus infiziert sind. Das Ergebnis ist beachtlich.

Ein digitales Werbeplakat fordert in rheinischer Mundart in der Düsseldorfer Altstadt zum Covid 19-Testen auf.
Ein digitales Werbeplakat fordert in rheinischer Mundart in der Düsseldorfer Altstadt zum Covid 19-Testen auf. © Oliver Auster/dpa

Mainz. Mehr als 40 Prozent aller mit dem Coronavirus Infizierten wissen nach einer Studie der Universitätsmedizin Mainz nichts von ihrer Infektion. Die Forscher hatten Infektionen in Mainz und dem angrenzenden Kreis Mainz-Bingen analysiert. Zu zehn Personen, die dort wissentlich infiziert sind, müssten rund acht Personen hinzugerechnet werden, die unwissentlich infiziert sind, sagte der Koordinator der Gutenberg Covid-19-Studie, Philipp Wild, am Mittwoch in Mainz. Männer (44,2 Prozent) seien im Vergleich zu Frauen (40,6 Prozent) häufiger unwissentlich mit Sars-CoV-2 infiziert.

An der Studie haben von Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 rund 10.520 Menschen im Alter von 25 bis 88 Jahren aus Mainz und dem Kreis Mainz-Bingen teilgenommen. Für diese Region seien die Ergebnisse repräsentativ. Die Studie, die bisher nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde, baut auf der bereits 2007 begonnenen Gutenberg-Gesundheitsstudie mit 15.000 Menschen auf.

TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen

Was ist los in Sachsen und Umland? Wo gibt es was zu erleben? Unsere Top-Veranstaltungen der Woche!

Weiterführende Artikel

Corona: 500 Festnahmen nach Demo-Verboten

Corona: 500 Festnahmen nach Demo-Verboten

Einreise-Testpflicht: Stichprobenartige Kontrollen begonnen, Polizeieinsatz bei "Querdenken"-Demo in Berlin, Inzidenz in Sachsen bei 6,4 - unser Newsblog.

Landkreis Meißen erreicht Inzidenz von null

Landkreis Meißen erreicht Inzidenz von null

Damit ist der Kreis Meißen alleiniger Spitzenreiter in Sachsen. Forscher: Großstädte verlieren Einwohner durch die Corona-Pandemie.

Basis waren PCR- und Antikörper-Tests sowie selbstberichtete oder im Studienzentrum nach WHO-Standard gemachte Tests. Bei den Antikörper-Messungen auf Corona-Infektionen habe sich die Nutzung eines Tests als nicht ausreichend erwiesen, sagte Wild. "Der Großteil hatte nicht beide Antikörper, sondern nur einen." So seien durch die Verwendung eines weiteren Antikörpertests rund 23 Prozent zusätzliche Proben als positiv identifiziert worden. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt