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Zwei neue Corona-Tote im Landkreis Meißen

Das Landratsamt Meißen korrigiert eine Meldung über den Corona-Ausbruch in einer Radeburger Pflegeeinrichtung. Auch Schüler müssen in Quarantäne.

Blick in ein Pflegeheim. Seniorenheime sind in der Pandemiezeit besonders von Corona-Ausbrücken bedroht. Jetzt gab es 55 neue Fälle im Diakonie-Pflegeheim Radeburg. Zunächst wurde vom Landratsamt Meißen ein falsches Heim genannt.
Blick in ein Pflegeheim. Seniorenheime sind in der Pandemiezeit besonders von Corona-Ausbrücken bedroht. Jetzt gab es 55 neue Fälle im Diakonie-Pflegeheim Radeburg. Zunächst wurde vom Landratsamt Meißen ein falsches Heim genannt. © Oliver Berg/dpa

Meißen. Der Trend ist ungebrochen. Im Landkreis Meißen sind bislang 1.274 Personen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Davon befinden sich 631 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber dem Vortag sind damit 55 neu infizierte Personen hinzugekommen.

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Zudem sind 894 Kontaktpersonen von positiven Fällen ebenfalls in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Inzidenzwert vom Samstag für den Landkreis Meißen ist leicht gefallen und liegt bei 174,3 (Vortag: 187,6).

Unabhängig vom Status der Quarantäne werden aktuell 61 Einwohner des Landkreises Meißen stationär behandelt. 17 von ihnen liegen auf der Intensivstation. 30 Personen sind bislang verstorben. Das sind zwei Todesfälle mehr als am Vortag.

Das Landratsamt korrigiert eine eigene Meldung vom Freitag und gibt damit dem Protest des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) recht. Bei der Pflegeeinrichtung mit 55 Corona-Fällen handelt es sich nicht um das ASB Pflegezentrum Radeburg, sondern um das Altenpflegeheim „Friedenshöhe“ der Diakonie ebenfalls in Radeburg.

Der Kurs ist steil aufwärts.
Der Kurs ist steil aufwärts. © Gesundheitsamt Meißen
Die blaue Kurve steigt weiter an.
Die blaue Kurve steigt weiter an. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul ist weiterhin vorn, gefolgt von Riesa.
Radebeul ist weiterhin vorn, gefolgt von Riesa. © Gesundheitsamt Meißen
Mehr Frauen betroffen.
Mehr Frauen betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Landkreis Meißen auf etwa einer Höhe mit Sachsen.
Landkreis Meißen auf etwa einer Höhe mit Sachsen. © Gesundheitsamt Meißen

Es befinden sich zudem vermehrt einzelne Schüler, Lehrer sowie Kita-Erzieher und Kita-Kinder in Quarantäne. Oberstes Ziel des Landratsamtes sei es, dass keine Schulen oder Kitas geschlossen werden müssen.

In zwölf Gemeinden und Städten hat das Berlin-Institut den Umgang der Kommunen mit älteren Menschen in der Pandemie untersucht. Digitalschulungen, Fenstergespräche und Lieferdienste gehören vielerorts zum neuen Repertoire. In den Gesprächen haben sich drei Erfolgsfaktoren ergeben: Die Verwaltungen hielten direkten Kontakt zu den älteren Bürgern, um auf Bedürfnisse und Notlagen schnell reagieren zu können. Sie konnten zudem auf ein stabiles Netzwerk aus Verwaltungen, sozialen Trägern und ehrenamtlich Aktiven in Vereinen und Nachbarschaftsinitiativen bauen. Nötig ist auch ein gewisser Mut in den Rathäusern: Denn nicht jede neue Idee funktioniert auf Anhieb.

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